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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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Dicß liegt im Wesen des bürgerlichen Vereins, wo möglichst Viele von dem möglichstWenigen leben sollen, wo daher die Sparsamkeit sich als Grundgesetz aller Handlungenaufdringt. Unwürdig des Schöpfers wäre es gewesen, ein ähnliches Princip der Spar-samkeit, durchgehends in seinen Werken zu befolgen; er, der mit dem Universum schallenkonnte, der nur da auf Kränzen stieß, wo er sie steh selbst setzen wollte. Er begnügtesich demnach, dieß Gesetz der Sparsamkeit blos am Grundbaue der Welt zu befolgen.Uranfängliche Wurfgefchwindigkeicen, und die allgemeine, einem höchst einfachen Gesetzeunterworfene Gravitation, wurden als die einzigen Vehikel auscrwählt, wodurch in uner-meßlichen Räumen, lange Perioden hindurch, Welten um Welten sich wälzen', wodurchallenthalben der Wechsel der Jahreszeiten, des Uchtes und der Finsterniß, mit bewun-dernswertster Genauigkeit vor sich gehen sollten.

Aber der ganzen Fülle seiner Phantasie überließ sich der Allbeherrschcr, bey Anord-nung der einzelnen Actionen in den zerstreuten Himmelskörpern. Die Mannigfaltigkeitnnd die Contraste sollten hier zugleich als die Zierde des Weltgebäudes hervortreten.

Die Mannigfaltigkeit unter den Thieren, wird dadurch zum Theil bestimmt, daßeinzelne Thene, oder ganze Systeme von Theilen, welche die vollkommenen Thiere besitzen,den unvollkommenern fehlen. So nehmen die Organe der Fortbewegung mehr und mehrin den Amphibien, den Fischen und Würmern ab, bis sie endlich ganz aufhören. Sowird das System der zum Blutumlauf und zum Athemholen gehörigen Theile, immereinfacher, bis man endlich gar keine Spur mehr davon antrifft. Dafür verlangern odervermehren sich gleichsam zum Ersatz andere einfacher gebaute Theile. Die Riesenschlangewächst zu einer Ungeheuern Größe, der Tausendfuß bewegt sich auf einigen Hunderten vonFüßen. Dasselbe findet sich bei den Pflanzen. Die Blatter werdeil kleiner in den Moo-sen, und fehlen den unvollkommenen Pflanzen; die Wurzeln sind ebenfalls nur haarförmigin den Moosen und in den unvollkommenen Pfianzen gar nicht vorhanden; die Blüthewird immer einfacher, und in den unvollkommenen Pfianzen findet man nur Frucht undSaamen; das ganze System der Spiralgefäße hört endlich ganz auf. Sogar der Stammverschwindet endlich völlig. Dafür werden manche einzelne Theile ungemein ausgebildet;z. B. die Blätter in den Farrenkrautern bey einer großen Unvollkommenheit der Blüthe,die Verästelung in mehreren Wafferalgen. Die Abnahme der Theile geschieht so deut-lich und so stufenweise in den Pfianzen, daß endlich nur ein Haufen von runden durch-sichtigen Körnern überbleibt.

Für jeden Theil der zusammengesetzten Pfianzen läßt sich eilte Reihe von Verschie-denheiten angeben, welche von der einfachen! zu der zusammengesetzten Form übergeht.Aber die Stufen finden sich auf eine mannigfaltige Weise in den verschiedenen Arten zer-streut und verknüpft. Das Gesetz der Mannigfaltigkeit ist hier: indem ein Theil