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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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VIII
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tur init jener kindlichen Unbefangenheit, mit jener Reinheit von aller vorgefaßter Ansicht,in jener Dcmuth und Einfall des Herzens, durch welche allein dem Geschaffenen gestattetist, in die Wunderwerke deö Schöpfers zu blicken.

Ich wage nun die Frage, nachdem ich de!-, seltenen Mann staunensvoll betrachtet ha-be, und von ihm zu dem Gegenstande selbst zurückgeführt bin: Hatten Newcon undseil, e Nachfolger, die sich im Verfolgen einer vielleicht zu eifrigen An-sicht der Na cur gros; gezeigt haben, die übrigen Theile der Naturphi-losophie, außer der Mechanik, nicht weit mehr beleuchtet; wenn sie diesel-ben in demselben Geiste verfolgt hatten, als die Mechanik, d. h. wenn siedieselbe!, als Actione« b e trachtet härten, deren letzte Bewegungsursachenunbekannt sind; statt daß sie in allen Actione!,, Materie und Bewegungfingirtcn; eine Methode, wobei freylich der Kalkül leichter anzuwendenist? Ist aber diese letztere Rücksicht auch hinreichend, um die Gültigkeitder Methode z» rechtfertigen?

Ich werde unter andern es versuchen, da wo ich von der Warme und dein Uchtehandle, einen Impuls zu einer solchen Ansicht der Actione,, zu geben. Möge ein zweiterNewton es unternehmen, das Werk selbst zu vollführen!

§. 5.

Betrachte!, wir die Natur nach jener Vielseitigkeit, deren der menschliche Genius fä-hig ist; forschen wir nicht bloß da, wo wir im Stande sind, Alles auf einfache Grund-gesetze zurückzuführen, und hieraus durch strenges Raisonnement und durch den Kalkül dieResultate mit der Wirklichkeit übereinstimmend aus u»S selbst hervorzurufen; über-lassen wir uns andererseits nicht bloß dem tändelnden Spiele der Phantasie; kurz! gebenwir uns mit schlichtem unbestochenem Sinne dein Anschauen der Natur, und den sichhieraus in unser», Geiste entfaltenden Bildern des Verstandes, der Phantasie und desGefühls hin, so müffcn wir erkennen, daß die Natur in gewissen Rücksichten als einzusammenhängendes Ganzes, als ein allmähligcs stufenweises Uebergehen der Glieder ineinander, als das auffallendste Bcyspiel, durch einfache Mittel große Wirkungen hervor-zu bringen, erscheine; daß sie aber zu gleicher Zeit in andern Rücksichten auf eine ganzentgegengesetzte Weise sich darstelle. Die Natur, die den Forscher zur Bewunderung undzur höchsten Begeisterung stimmen muß, die ihm nur hie und da eine Consequenz zu er-blicken gestattet, welche mit den Grundgesetzen seines Denkens im Einklänge steht; dieNatur erscheint uns wahrlich als ein Meisterwerk, worin sich die Klugheit, Umsicht undstrenge Consequenz des Geometers, mit jener Mannigfaltigkeit, mit jenem PitoreSquen undRomantischen, die nur aus der höchsten Fülle dichterischer Phantasie hervorzugehen vcrmö-