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überdies? das Betrachtete zum Gegenstände intellectueller Anschauung inachen, und hiedurchIoeale schaffen. Hiebet möge aber wesentlich nur beabsichtigt werden, daß dein Drangedas Reale mit dein Idealen zu verschmelzen, Genüge geleistet werde, daß der Geist imhöher» Betrachten sich übe, und daß er hiedurch zum Ahnen seines Verhältnisses zur übri-gen Natur gelange. Nie hingegen mögen wir anmaßend als etwas Nochwendiges, dasZiel uns ausstecken, jene Ideale zu erhaschen, welche mit der Wirklichkeit in Ueberein-stimmung stünden; ob wir gleich nicht aller Hoffnung entsagen dürfen, hie und da zu sol-chen Uebereinstimmungcn zu gelangen, und hiedurch jubelnd zu entdecke», wir hatten imGeiste des Schöpfers gedichtet. Mir Demuth müffen wir aber dann allemal er-kennen, daß wir nur Bruchstücke aus dem Gedichte der Schöpfung auszuheben vermag n;und, daß, aus solchen Bruchstücken die Natur zu construiren es eben so unmöglich ist,als aus einzelne» Wertheu eine inathematische Formel zu finden. Und was ist eine ma-thematische Formel gegen jene Formel, welche dem Gedichte der Schöpfung zum Grundeliegt. Dort die einseitige Rücksicht von Quantität; hier die vielseitigste Rücksicht von Al-ledem, das Verstand und Phantasie nicht zu fassen, und um so weniger in die zusammen-gehörigen Functionen zu scheiden, vermögen. In unfern Betrachtungen der Natur undüber die Natur wollen wir daher allemal von solchen Erscheinungen ausgehen, welche wirmit gesunden unbestochcnen Sinnen des >,icdcr>> und tzühern Gewahrwerdcns, in uns aus-genommen haben. Wir wollen hiebei, die im ächten Streben nach Wahrheit geschaffenenBilder des Geistes, nicht als unsinnige Traumgestalcen erklären, aber auch nicht als un-fehlbare 'Aussprüche der Gottheit, als nothwendig übereinstimmend mit der Wirklichkeit.
§. 4.
Da zu einer sinnigen Auslegung der Natur ersodert wird, dieselbe in ihrem ganzenUmfange aufzufassen, so wird in dieser Schrift sowohl die leblose als die lebende Natur,vom Crystalle bis zum Menschen hin, betrachtet; und es wird dahin gearbeitet, die Aus-legung der Naturgesetze einem homogenen Gesichtspunkte zu unterwerfen.
Wir konnten dieß auf keine Weise zweckmäßiger erreichen, als dadurch, daß wir unsbemühten, die Erscheinungen geistigern GesichtSpunctcn zu unterwerfen, als dieß in der atomi-stischen Physik gewöhnlich geschieht, wobey wir jedoch beflissen waren, so viel sich dießthun ließ, uns des kräftigen Vehikels der Mathematik zu bedienen. Eine Aufgabe, die imhöchsten Grade schwierig ist, da außerhalb der Granzcn der atomistischen Hypothesen, alleRechnungsansätze von der Art sind, daß für jeden eigenen Fall der Rechnungsansatz ei-gends erfunden werden muß; da hingegen in der atomistischen Physik weiter nichts geschieht,als daß die einmal festgesetzten Formeln der analytischen Mechanik auf verschiedene Fälleangewendet werden. Um jenen Endzweck zu erreichen, haben wir getrachtet, alle Erschei-