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Skizzen zu einem Gesetzbuch der Natur, zu einer sinnigen Auslegung desselben, und zu einer hieraus hervorgehenden Characteristik der Natur,
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vergessen, und unserm Geiste gestatten, sich, selbst bis zum Verluste des deutlichen Be-wußtseyns, in dieselben zu ergießen; frey und ungezwungen, wie die Erscheinung es er-fordert. Denn das eigentliche Höhere der Natur, das Geistige und Lebende in derselben,kann nicht berechnet, nicht in logisch geordneten Sätzen gefaßt werden, hier vermag derMensch nur zu suhlen, zu ahnden.

Das Studium der Natur, hat wahrlich nicht zum Endzwecke, jene zu ergründen;denn dieß ist und bleibt eine vergebliche Bemühung. Nein! ein innerer unergründlicher,uns Himmclan erhebender Trieb ist es, der uns zum Forschen über das Wesen derNatur auffordert. Wir vernehmen unaufhörlich ihre Stimme, und zwar auf eine Weise,die uns fortwahrend zum Forschen reizt, uns aber nie befriedigt. Das Studium derNatur ist ihrem höchsten und letzten Endzwecke nach, das erste und vorzüglichste Mittelunserer geistigen Bildung; es führt uns auf die ausgezeichneteste Weise unserm höhernEndzwecke naher; und dieß ist der Gesichtspunkt, unter welchem wir jenes Studium indieser Schrift durchgehcndS auffassen wollen.

§. 2.

Daher soll auch hier unser Hauptendzweck dahin gehen, die Erscheinungen der Naturmit kindlicher Unbefangenheit, ohne vorgefaßt- Ansicht, entfesselt von schulgerechten For-meln und Regeln, die dem Geiste lastige Fesseln anlegen könnten, unbestochen aufzufassen;die Gesetze der Erscheinungen aus den Erscheinungen selbst (nicht aus Hypothesen) zu ab-strahiren; Analogsten unter jenen Gesetzen aufzufinden, und solchermaßen aus der Betrach-tung der Naturgesetze, welche wir vom Sonnenstäubchen an bis zum Menschen hin, be-obachten können, den Geist der Natur zu entziffern, ihre Charakteristik zu entwerfen, oderwenigstens dahin zu gelangen, sie zu ahnden. Alles dieß liefern wir hier nur'in Skiz-zen; und was wird auch je der Mensch in einem so vielseitigen Gegenstande zu leistenvermögen, als Bruchstücke!

§. Z.

Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigtseiner Hände Werk; der Mensch kann nur betrachten, beschreiben, zusam-menstellen! So ruft entzückt lin »« dieser große Naturforscher aus. Er fühlte so, weiler sich nicht erkühnte, die Natur erklären zu wollen, sondern, weil er, dem Zwecke desMenschen gemäß, derselben nachforschte, und das Meisterwerk bewunderte.

Wir wollen als Echo ihm folgendermaßen nachrufen:

Ja wahrlich! die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt sei-ner Hände Werk; der Mensch kann betrachten, beschreiben, zusammenstellen; er kann aber