2. Grabfeld von Iddelsfeld bei Thurn, schließt sich nach Unterbrechungvon 2 km an das Grabfeld Heumar an.
3. Grabfeld von Dellbrück 1 km weiter, am Mauspfad. In den 90erJahren des vorigen Jahrhunderts größtenteils abgebaggert, nachdemein anderer Teil längst durch Ackerbau eingeebnet worden war. Auchhier ältere Hügel mit solchen der vier Hallstattstufen gemischt. Ausge-prägtes H 4 an einer Stelle des ehemaligen Grabfeldes, die jetzt derBebauung anheim gefallen ist. Bei Neubauten kam diese Keramik 1925zum Vorschein.
4. Einzelhügel, einige ausgesprochen älteren Charakters, erstreckensich im fortlaufenden Zuge von Dellbrück bis Dünnwald.
5. In Dünnwald zwei Hügelfelder, das erste an der Landstraße nachOdenthal auf der Dünnwalder Hardt. Alle Hallstattstufen vertreten. Daszweite in der Nähe des Forsthauses mit zum Teil großen, älterenHügeln.
Das Gräberfeld auf der Iddelsfelder Hardt ist eines der größten undbest erhaltensten nicht nur im Gebiet zwischen Sieg und Wupper, son-dern fast am ganzen Niederrhein. (Bild 13.) Dicht gedrängt liegen dieHügel, griffen ursprünglich über den Strundenerweg über, da dieserangeschnittene Hügel zeigt. Auf dem der Straße gegenüberliegenden Ge-lände lagen früher, als es noch Ackerland war, deutlich sichtbar leichteErhöhungen, die alten, durch Ackerbau verkleinerten Hügel. Vor50 Jahren war noch das ganze Gelände Heide, die sich von Brück ausin langen Zügen über Dellbrück hinaus bis Dünnwald erstreckte. Jetztmit Tannenwald bestanden, ist die Iddelsfelder Hardt eine überausstimmungsvolle Stätte, verbindet längst vergangene Zeiten mit derGegenwart. Es ist dringend nötig, daß diese einzige, ehrwürdige Stättedurch Neubauten seinen Charakter nicht verliere. Aufgabe der Stadtund der heimatlichen Denkmalpflege muß es sein, mit aller Kraft fürdie Erhaltung dieses Grabfeldes einzutreten, das von 2000 bis 500 v. Chr.einstigen Bewohnern des jetzt stadtkölnischen Gebietes als Ruhestätteihrer Toten gedient und bis zur Jetztzeit erhalten hat. Diese Erhaltungist umsomehr geboten, weil, wie aus dem Folgenden noch ersichtlichsein wird, auch die spätere germanische Bevölkerung hier ihre Totenbeigesetzt hat.
Das Iddelsfelder Grabfeld bei Köln-Mülheim umfaßt noch heute 936Grabhügel. Es mag einst wohl über 1200 gehabt haben. Dieser Grab-platz entspricht, wie ich in der schon erwähnten Schrift über das Sieg-Wupper Gebiet nachzuweisen versucht habe, einer Siedelung von etwa30—40 Häusern zur Zeit der größten Bevölkerungsdichte, also zu H 2und H 3 (Bild 19). Das Grabfeld bei Dellbrück ist zum größten Teil ab-gebaggert und eingeebnet, ebenso der im Kölner Gebiet des Königsforstesgelegene Begräbnisplatz bei Heumar-Rath. Die Hügelfelder bei Köln-Dünnwald sind in ihrer großen Mehrzahl noch vorhanden. Das rechts-rheinische Köln hatte also zur Hallstattzeit fünf größere Dörfer, anwelche sich Einzelsiedelungen anschlossen. Der Verbindungsweg dieserDörfer untereinander war Teil einer nach Süden und Norden sich fort-setzenden Straße, verband also die Dörfer mit den Nachbarstämmenund darüber hinaus. Er ist noch vorhanden, zum Teil in alter Breite undin altem Zustande (besonders das Stück von Heumar-Rath bis Leiden-