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Vor- und Frühgeschichte des Stadtgebietes Köln
Entstehung
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Das Haus, in dem Boden angebracht, hatte meist zwei Räume, einenSchlaf- und Arbeitsraum mit Herdstelle. Der Rauch zog durch dieOeffnung des Daches ab. Stallungen als Nebengebäude gehörten dazu.Die Menschen sind Hirten, Jäger und vor allem jetzt seßhafte Acker-bauer.

Wie das Verhältnis der früheren neolithischen Bevölkerungselementeim Kölner Stadtgebiet gewesen ist, kann noch nicht gesagt werden.Bandkeramiker sind bis jetzt nur durch einzelne Beilfunde festgestellt(bei Longerich durch Schuhleistenkeil). Am stärksten und anhaltend-sten erscheint die Bevölkerung gegen Ende des Neolithikums, also zurZeit der Schnur- und Glockenbecherkeramik. Sie bildet Rückhaltund Ueberleitung zu der folgenden Periode, der Bronzezeit.

Während des Neolithikums ergibt sich demgemäß für das KölnerStadtgebiet folgendes Bild:

Zur Untergrombacher Zeit, deren nächstes Kulturzentrum im Neu-wieder Becken sich ausbreitet, war das Kölner Gebiet ohne jede Be-siedlung. Auch als Bandkeramiker und Rößenerleute auf den frucht-baren Höhen des Vorgebirges siedelten, bleibt das dicht am Stromgelegene Gelände unbewohnt. Dieses erklärt sich durch seine geo-graphische Lage. Tief gelegen, von verschiedenen Rheinarmen durch-zogen, bot das Gelände, wenn auch einzelne Teile aus den alten Rhein-armen hervorragten, wegen seiner Feuchtigkeit wenig Anregung zudauernden Niederlassungen.

Erst zur Schnur- und Zonenbecherzeit, also gegen das Ende des Zeit-abschnittes, wird dies anders. Der Rheinlauf hatte sich gefestigt, dasKlima war milder und wärmer, infolgedessen die Feuchtigkeit ge-ringer. Die Schnurkeramiker des Vorgebirges griffen über zu demhochwasserfreien Gelände. Solches bot das linke Rheinufer in ihrerNähe. Desgleichen schoben sich die Schnurkeramiker der Heideterrassezur Rheinebene vor, so daß Siedlungen im Königsforst und auf derMülheimer Mittelterrasse entstanden. Am bedeutsamsten war die Be^Siedlung und zwar jetzt vorzugsweise auf dem hochwasserfreien Ge-lände des linksrheinischen Köln zur Glockenbecherzeit. Sie bedeutetdemgemäß für das Neolithikum den Höhepunkt der ganzen steinzeit-lichen Besiedlung und gibt zugleich ein typisches Beispiel für die Be-siedlung des Niederrheins überhaupt, dessen Bevölkerung zu derselbenZeit aus Schnurkeramikern und Glockenbecherleuten mit nordischenElementen aus Holland sich zusammensetzt. Diese Bevölkerung bildet,wie schon bemerkt, den Uebergang zur Bronzezeit.

6. Die Bronzezeit im Kölner Stadtgebiet.

2000iooo v. Chr.

Gesicherte Funde der Bronzezeit sind im Kölner Stadtgebiet ver-hältnismäßig selten, wenngleich eine nicht unbeträchtliche Anzahl vonEinzel- wie auch Grabfunden aus früheren Zeiten anderwärts Aufbe-wahrung gefunden haben mögen. Grabhügel sind im linksrheinischenStadtgebiet wegen der starken Bebauung und Benutzung des Geländes