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Vor- und Frühgeschichte des Stadtgebietes Köln
Entstehung
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7 * Die erste Eisenzeit von iooo500 v. Chr. im Kölner

Stadtgebiet.

Nach dem Beginn des letzten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnungbeginnt am ganzen Mittel- und Niederrhein das Eisen langsam in dieErscheinung zu treten, allerdings zuerst noch kaum bei Waffen undGeräten, sondern als Schmuck in der mannigfachsten Art. Man nenntdiese Zeit die erste Eisenzeit zum Unterschiede von dem zweiten Ab-schnitt dieser Periode, die deshalb auch diesen Namenzweite Eisenzeitführt und bis zum Beginn unserer Zeitrechnung herabreicht. In derzweiten Eisenzeit ist Eisen eigentliches Kulturmaterial geworden. Nachdem bekannten Fundorte Hallstatt im Salzkammergut, der durch seinereich ausgestatteten Gräber ein sprechendes Bild von der Gesamtkulturder ersten Eisenzeit bietet, wird dieser Zeitabschnitt auch ganz allge-mein Hallstattzeit genannt. Auch spricht man von einer Hallstattkultur,die sich nach manchen Richtungen scharf von der vorhergehendenbronzezeitlichen und späteren Eisenzeit abhebt.

Diese Hallstadtzeit hat für unsern Niederrhein und demgemäß auchfür das Kölner Stadtgebiet eine besondere Bedeutung, die noch dadurchgehoben wird, daß die Bevölkerungsdichte während derselben einengroßen Aufschwung nimmt. Dies zeigt die umfangreiche Besiedlungam ganzen Niederrhein, deren Grabplätze, durch das Kölner Museumzum Teil neu entdeckt, sich über 80 belaufen. Einige dieser Plätze zählen1000 und mehr Grabhügel, so daß der Niederrhein als das hügelreichsteGebiet unseres Vaterlandes bezeichnet werden kann. Gerade derErforschung dieser ersten Eisenzeit unserer Heimat hat das KölnerMuseum für Vor- und Frühgeschichte seit seinem Bestehen die größteAufmerksamkeit gewidmet und umfangreiche Funde in seinen Samm-lungen vereinigt.

Nach den Erforschungen dieses Museums läßt sich auf Grund desgesamten Fundmaterials für die erste Eisenzeit folgender Entwicklungs-gang aufstellen:

1000900 Frühhallstattzeit, H 1, jüngere Urnenfelder Typen.

900700 Mittlere Hallstattzeit, H 2, bemalte Gefäße.

700600 Mittlere Hallstattzeit, H 3, Verblassen der Typen.

600500 Späthallstattzeit, H 4, Wendelringstufe.

Während auf den großen Begräbnisplätzen des Niederrheins, die von2000 bis 500 v. Chr. durchgehen, die älteren Hügel groß und weitzerstreutüber das ganze Feld liegen, setzt jetzt eine enge, zwischen den altenHügeln durchgehende Belegung ein. Außerdem beginnt eine Menge vonGrabfeldern erst jetzt, also mit dem als H 1 bezeichneten frühestenAbschnitt der ersten Eisenzeit. Bei älteren Hügeln ist Neubelegung oftbeobachtet (Nachbestattung). Dies läßt auf einen Bevölkerungszuwachsschließen. Die Bevölkerungsdichte war in den beiden folgenden Ab-schnitten, also in H 2 und in H 3 am größten, in H 1 geringer, in H 4wiederum stark abnehmend. Dieses findet seine Begründung nicht inweiterem Zuzug aus Süden oder Westen, da die eigentliche Keramikder Urnenfelderleute über die Linie Vettweiß-Siegburg sich nicht nach-

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