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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
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Werken: Fritz Holbein zu Waltershausen im Gothaischen, dessenGroßvater Mathäus in Leina um 1781 geboren wurde. Unter denBerliner Holbeins finden wir den Maler Eduard (30. November1806 bis 19. Februar 1875) und den Bildhauer Friedrich Holbein(30. Juni 1804 bis 7. Juli 1868), unter den Wienern die MalerinTherese von Holbein und über diese drei näheres in dem Künstler-lexikon von Nagler (1838) und von Müller und Singer (Frank-furt a. M. 1896).

In meiner Familie wurde mir in meiner Jugend überliefert, wirgehörten zur Familie der Maler. Mein Wunsch, diese Überlieferungnicht kritiklos anzunehmen, wie es eine rückständige Kirche vonihren Dogmen verlangt, sondern nachzuprüfen, ist der Vater dieserArbeit geworden. Das Ergebnis ist, daß diese Überlieferung nurstimmt, wenn man nicht den älteren und jüngeren Maler, sondernden ältesten, 1440 übersiedelnden meint (S. 47).

Kapitel IX.

Die Flurstedter Linie.

Ihr Begründer ist nach dem vorigen Kapitel Friedrich Holbein.Außer ihm findet sich in Flurstedt nur noch ein Hans Ernst Flohlbeinund seine drei Kinder, sonst niemand, während der Hilarius in Ober-trebra der Stammvater eines dort und in vielen anderen Orten, wieLiebstedt, Reisdorf, Spielberg (auch Eckardtsberga? Jena?*) Nebra?

*) Nach dem Jenaischen Traubuche sind am 6. November 1758 getraut: derJenaische Bürger Johann Ernst Hohlbein, ältester Sohn weil. Mstr. Joh. Ernst Hohl-beins, Bürgers zu Eckardtsberga, mit Jungfer Anna Eva Strauß, anderer Tochter desNachbars und Inwohners Joh. Daniel Strauß in Kleinromstedt. Die Trauung seiauswärts erfolgt. Also wohl im Wohnorte der Braut. Aber die Kirchenbücherfür das in Vierzehnheiligen eingepfarrte Kleinromstedt sind 1806 in der Schlacht beiJena vernichtet worden, wo Vierzehnheiligen als Schlüssel der Stellung samt seinerKirche in Brand geschossen wurde. Auch in Eckardtsberga — am Schlachtfelde vonAuerstedt — fand sich bis jetzt noch nichts. Es bleibt daher noch offen, ob dieGeburt obigen Sohns Johann Ernst, die von 1720 bis 30 erfolgt sein muß, inEckardtsberga geschah, und ob sein dortiger Vater, dessen Geburt um 1690 bis 1700anzunehmen wäre, dorthin von Obertrebra zuzog, als Bruder von Hans und Andreasunter Ziffer XVII 1—2 der Stammtafel III.