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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
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Erfurt?), weit verzweigten Geschlechtes geworden ist. Diese Ober-trebraer Linie würde mich zu weit führen. Ich beschränke mich darauf,das älteste Stück ihres Stammbaumes zu geben, in Stammtafel III, da-mit etwaigen Interessenten dieser Linie das Ergebnis der schwierigenDurchsicht aller Obertrebraer Kirchenbücher nicht vorenthaltenwerde. Im übrigen behandle ich nur meine Flurstedter Linie. Ubersie erhielt ich zunächst 1896 die Auskunft des Herrn Pfarrers Alberti.Danach hatte er w r eiter nichts gefunden als: »Hans Ernst Hohlbein,der allerdings am 8. Juni 1734 hier getraut worden ist und demam 18. September 1735 ein Sohn Johann Ernst geboren wurde.Mit demselben verschwindet die Familie aus hiesigem Orte.« DerHerr Pfarrer setzte vorsichtigerweise hinzu: »Soviel ich bisher ausdem hiesigen Kirchenbuche habe ermitteln können, das von 1747bis 1794 eine geradezu entsetzliche Handschrift aufweist«. Daskann ich bestätigen. Aber trotzdem habe ich mir die Mühe nichtverdrießen lassen, auch diese entsetzliche Handschrift noch zu ent-ziffern in ihren drei Flurstedter Listen über Geburts-, Hochzeits- undTodesfälle. Dabei gelang es mir, noch zwei andere Kinder des HansErnst Hohlbein zu finden. Aber dabei blieb es, so daß tatsächlichnur diese fünf Personen im ganzen in Flurstedt gewohnt haben.

Es kann deshalb nicht im mindesten beweifelt werden, daßHans Ernst Hohlbein der Sohn des einzig übrigbleibenden Flur-stedter Holbeiners, also Friedrich Holbeins ist. Damit stimmen auchalle Zeitangaben, welche über letzteren und über Hans Ernst Hohl-bein vorliegen, sowie der Umstand, daß der Grundbesitz beider sogleichmäßig beschrieben wird, daß bei beiden dasselbe Grundstückgemeint sein muß. Hans Ernst hat dieses eben offenbar von Friedrichgeerbt. Bei Friedrich heißt es in der schon oben Seite 71 abge-schriebenen Stelle: »Er habe ein Haus, Elof nebt einen Garten undgibt . . . S Groschen Zins vom Haus«. Bei Hans Ernst heißt esim Flurstedter Kataster (Grundstücksbeschreibung) von 1728 unterNr. 43, sein Grundstück bestehe in einer: »Hofraite an Haus, Hofund Garten und zinset dem Rittergut Flurstedt«. Auch diese beidenKatasternummern liegen nicht weit auseinander. Das Haus desFriedrich Holbein war 1683 mit Nr. 37 versehen. Die Hofraite desHans Ernst 1728 mit Nr. 43. In den zwischenliegenden 45 Jahren