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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
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kaufbairon anno 1444«. Später kommt er als »bestätter Caplanauf der Sentlinger Stift ewigen meß und Altar in unser frawenPfarrkirchen zu München« vor, nämlich in Urkunden vom 27. Aprilund 27. November 1464; 31. August 1467; 19. Oktober 1470 und24. April 1471. Er starb 31. August 1474 und würde diesen Jahres-zahlen nach ganz gut zu den Söhnen des 1440 von Ravensburgnach Augsburg ziehenden Hans gehören können und von Hans nachseinem Freunde und Gönner Marquard von Schellenberg (s. 1416S. 39) getauft sein können. Vergl. Allgemeine Zeitung (Augsburger)vom 2. Mai 1872, S. 1867.

Kapitel V.

Von Ravensburg nach Augsburg. 15. Jahrhundert.

1440 siedelt, nach Dr. Sautter bei Hafner, Hans Holbein, einSohn Frick Holbeins, des Stifters vom Seelhaus (14041, von Ravens-burg nach Augsburg über. Diese Angabe Dr. Sautters war denfrüheren Schriftstellern vor 1887 noch unbekannt. Sie bestätigtalso unsere am Schluß des vorigen Kapitels gezogenen Schlüsse.Dr. Sautter nennt diesen Hans ausdrücklich als Großvater des MalersHans Holbein, unter welchem man gewöhnlich den jüngeren Malerversteht. Doch halte ich jenen für seinen Urgroßvater. Denn ein-mal wird der Großvater von Hans dem jüngeren Maler von Wolt-mann in seinem zweibändigen Werke: »Hans Holbein und seine

Zeit« (Leipzig 1874, bei E. A. Seemann) mit dem Vornamen Michaelbedacht und mit dem Stande eines Lederers, während Dr. Sautterseinen Großvater ebenfalls Maler sein läßt, und sodann hat derGroßvater des Malers, wie wir schon bemerkten und in Woltmannnäher nachlesen, bis zum Jahre 1487 gelebt, so daß er unmöglichder 1403 schon verheiratete und mit mehreren Söhnen gesegneteHans, Sohn Fricks V., sein kann.

Daraus folgt, daß der 1440 von Ravensburg nach Augsburgübersiedelnde Hans Holbein, welcher von Dr. Sautter und von A.Eigner, Konservator der Augsburger Galerie, bei Woltmann II, S. 3als Maler bezeichnet ist, zwar Sohn Fricks V., aber nicht Groß-