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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
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die 29 Jahre lang bey Unseren Kammer-Wesen mit Darstreckunggroßer Summen Geldes und sonst in andern mehr Weg undnunmehr ein Zeit her als Unser kaiserl. Hofdiener.«

Die danach schon 1612 dem Kaiser dargeliehenen großenSummen sind, wie wir unter Ziffer 4 gesehen haben, im Jahre 1636noch nicht zurückgezahlt gewesen, obwohl Philipp sein Geld sehrnötig brauchte. Mußte er doch seine Forderung gegen den Kaiseran dessen Hofkoch verpfänden! Verständlich wird dergleichen, wennman sich erinnert, daß es, abgesehen von städtischen Steuern, da-mals noch keine Steuern wie heute gab, sondern solche erst ausAnlaß der Hussiten- und Türkenkriege unter dem Namen »gemeinerPfennig« aufgekommen sind. In ähnlicher Weise wurde bei Aus-bruch des 30 jährigen Krieges von den Holbeinschen Häusern inWien ein solcher Steuerpfennig erhoben unter dem Namen: »Be-haimbische Kriegsbewilligung« laut Urkunde Nr. 15 981 im Band XVIIIdes Jahrbuchs der k. k. Kunstsammlungen.

Kapitel VII.

Ohrdruf.

In Ohrdruf gelangen wir endlich zu ordnungsgemäß geführtenKirchenbüchern, einem Geburtsregister, Trauregister und Sterbe-register. Aber leider beginnen dieselben sehr spät, infolge dervielen Brände, welche Ohrdruf heimgesucht haben.

Im Trauregister finden wir als ersten Holbein den Balthasar,welcher am 13. Februar 1564 eine Margareta Bach aus Wechmarheiratete.

Mit dem 9. Juli 1566 beginnen im Sterberegister die Einträge,wonach ein noch ungetauftes Kind Holbein gestorben ist, passendzu dem eben erwähnten Ehepaare des Jahres 1564.

Das Geburtsregister beginnt noch später, nämlich erst mit1618. Aber vor diesen drei Registern enthält das gerettete Ohr-drufer Stadtbuch noch folgende Stellen, welche ich Herrn Ober-lehrer Dr. Burckas zu Ohrdruf verdanke.