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sich auch noch länger durch die Familie fortpflanzt. Das erklärtsich am besten damit, daß ihr Vater der am i. September 1621geborene Hans war. Der Name von Großvätern wird ebenso oftwie der von Onkeln bei der Taufe gewählt; bei ersteren um denZusammenhang, die Abstammung anzudeuten, bei letzteren, weildiese gern zu Paten genommen wurden. Die Erinnerung an diesenHans als Stammvater oder vielleicht gar an die noch weiteren Vor-fahren in Augsburg oder Ravensburg hat sich so in der Familiefortgepflanzt. Jedenfalls habe ich eine Überlieferung kennen lernen,welche die Theorie des Übergangs von Ohrdruf nach Flurstedt-Obertrebra bestätigt. Diese Überlieferung herrscht in der Familiedes Schuhmachers Hermann Hohlbein in Apolda. Dessen Großvater,Hilarius Holbein, in Reisdorf getraut am 11. Februar 1806 und ge-storben am 12. März 1847, hat ihm und anderen Familiengliedernimmer erzählt, daß seine Familie aus »einem Orte bei Gotha«stamme. Nun ist aber dieser Großvater, laut Reisdorfer Trau- undFlurstedter Taufregister, als ein Sohn des Hilarius Holbein, Nachbarnin Obertrebra, in Obertrebra am 30. Januar 1772 geboren und derletztere ist, wie wir in Kapitel IX sehen werden, Enkel unseres erstenPlilarius in Obertrebra, des Bruders von Friedrich Holepein. Folglichstammt auch diese Obertrebraer und Flurstedter Linie »aus einemOrte bei Gotha«. Welcher Ort das ist, ob Ohrdruf oder Eisenach,wäre an sich einerlei, führt doch auch Eisenach nach Ohrdruf zurück.Aber jener Ort kann nur Ohrdruf sein. Wäre es Eisenach, so würdedieser Name, weil so sehr bekannt, in der Tradition bewahrt wordensein. Das kleine, weniger bekannte Ohrdruf wurde vergessen undhaftete im Gedächtnis der Reisdorfer Bauern bloß als »ein Ort beiGotha«. Bei dieser Gelegenheit darf nicht unerwähnt bleiben, daßin der Überlieferung der Berliner Holbeins, z. B. des Chemikers undZivilingenieurs Fritz Holbein, Kleiststraße 17 (Charlottenburg), aus-drücklich Ohrdruf als Ort ihrer Abstammung bekannt ist. DieseBerliner Linie führt sich zurück auf Johann Nikolaus Holbein, Husarim Ziethenregimente, geboren um 1740. Letzterer wiederum kannvon den zwei Holbeinern abstammen, welche laut Seite 64 in Ohrdruf1656 bezw. 1659 heirateten, als Enkel oder Urenkel. Ebenso derIllustrator zu Hofrat jTrinius’, des »Thüringer Wandersmannes«,