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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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In einer Urkunde, deren Original im Obertrebraer Kirchturms-knopf liegen soll, also mir unzugänglich war, deren alte Abschriftmir aber vom zuständigen Pfarrer C. Alberti in Flurstedt freundlichstvorgelegt wurde, heißt es, daß die Kirche und der Turm im dreißig-jährigen Kriege baufällig geworden sei, der Turm abgetragen werdenmußte, 47 Jahre ungebaut liegen blieb, jedoch dann von Pfingsten1684 bis 14. November 1688 wieder aufgebaut wurde. Bei derFeier werden neben den beteiligten studierten Leuten aufgeführt:Hans Preiser, der damalige Kirchenvater, Hans Kühn, der Rechnungs-führer, der Schuldiener Cohinanus, der Richter Amprosius Kühn undder Heimbürge Plilarius Holbein. Da es sich um bloße Abschriftder Turmknopfurkunde handelt, so könnte in ihr Hilarius ein Schreib-fehler für das ähnliche Glorius (S. 69) sein. Aber in der Pfarr-matrikel von 1691 steht Hilarius und in der Kirchenrechnung von1712 Hilarius Witwe. Deshalb habe ich oben Glorius für Schreib-fehler gehalten. Man schrieb bei Anlegung des Flurbuches nichtnach schon vorhandenen Unterlagen, sondern nach Gehör, so daßsich solche Verwechselung leicht erklärt. Hätte es neben demHilarius noch einen Glorius gegeben, so würde dieser doch wohlebenso wie Hilarius sonst noch einmal aufzufinden gewesen sein.

Da dieser Hilarius als ein Würdenträger im Dorfe genanntwird, so 'muß er schon zu den älteren Leuten gehört haben undwie Friedrich als Hausbesitzer, mehrere Jahrzehnte vorher, also eben-falls um die Mitte des 17. Jahrhunderts, geboren sein. Beide könnennicht wohl Söhne der Brüder Hironymus oder Matthias in Ohrdrufgewesen sein, welche erst 1656 oder 1659 heirateten, bloß 24 bis27 Jahre vor 1683. Wohl aber können beide — und müssen eswegen der gleich zu erwähnenden Tradition — zeitlich recht gutSöhne des am 1. September 1621 geborenen Johannes (XV, 1 derTafel II) gewesen sein. Letzterer wird im Trauregister nicht mitaufgeführt, obwohl dieses über 1659 hinaus reicht, er damals 38 Jahrealt gewesen wäre, also längst geheiratet haben würde. Das Sterbe-register kennt ihn auch nicht. Folglich ist er verzogen. Wohin?Für diese Frage ist zu beachten, daß Friedrich in Flurstedt wieHilarius in Obertrebra jeder seinen Sohn Hans taufen, und der Vor-namen Hans in dieser Form oder in der Form von Johannes, Johann