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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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wollte man ihm die verflossenen fünf Jahre als Lehrzeit nichtanrechnen.

b) Ablehnendes Begleitschreiben der Zunftgeschaumeister an denBürgermeister. Nach diesem ist Philipp 12 Jahre alt einge-schrieben worden, also 1610 — 12 = 1598 geboren.

c) Baumanns Gegenbericht vom 12. März 1615, worin Matthäusals 16 jährig aufgeführt und betont wird, daß doch sein Vaterden Augsburger Goldschmieden zu arbeiten und zu ver-dienen gebe.

d) abermals abweisender Bericht der unter b) erwähnten Meistervom 19. März 1615.

e) Bittschrift an die Kaiserin ohne Datum, weil verschnitten, ver-mutlich deshalb abgeschnitten, um dem Antwortschreiben derKaiserin an den Bürgermeister und Rat zu Augsburg beigelegtwerden können. In dieser Bittschrift wird erwähnt, daß PaulusBaumann der Kaiserin den großen Sarg und andere Arbeitennach Wien geliefert habe. Ähnlich wie im Ratsprotokollevom 20. September 16II königliche Arbeiten erwähnt werden,für deren Dauer dem Philipp Holbein zwei Meister mit vierGesellen der Goldschmiede bewilligt worden waren. DieSargfabrikation scheint damals in Augsburg geblüht zu haben,z. B. wurde nach Professor C. Gurlitt*) 100 Jahre früher, 1505*von dort ein Sarg nach Leipzig geliefert, trotz der teurenTransportkosten. Daß ein Sargmagazin im HolbeinschenHause zu Augsburg 1895 sich befand, wird jedoch Zufall seinund nicht durch fast drei Jahrhunderte sich erhalten haben.

f) Der Erlaß der Kaiserin Anna mit großem kaiserlichen Siegel,gegeben am 27. (oder 29.) Februar 1616 auf dem Schlossezu Prag zugunsten ihres Paten Matthias Holbein, wegen »IhrerKaiserlichen Majestät, unseres freundlichen, geliebten HerrenHofdieners und Kammerjuweliers, auch unser getreuen PhilippHolbein« und »um seiner uns treu geleisteten und wunschlich(noch zu) leistenden gehorsamsten Dienste willen«.

g) Gutachten vom 10. März 1616 der verordneten Oberen derGoldschmiedezunft dahin, daß man nunmehr mit Rücksicht

*) »Die Kunst unter Friedrich dem Weisen.« Dresden 1897, II, S. 45.