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auftragtem Vater nach Wien nach. Inzwischen hatte sich nämlichPhilipp Holbain in Wien angekauft, laut der Urkunde Nr. 15 893vom 23. Januar 1601, verglichen mit der Urkunde Nr. 15965 vom11. Februar 1613 und Nr. 15981 von 1616, abgedruckt in Bd. 18des Jahrbuchs der k. k. Kunstsammlung zu Wien 1897. WelcheHäuser? In welchem Kirchensprengel? Darüber schrieb mir HerrDr. Karl Uhlirz, Oberarchivar der Stadt Wien, 1899: »Philipp Hol-bain besaß zwei Häuser ,auf der Straß' vor dem Burgtore und wirdals deren Eigentümer zum letzten Male in dem Steueranschlagbuchedes Jahres 1627 S. 81 erwähnt.« 1630 seine Erben. »Die ganze,auf der Straß' genannte Häuserzeile wurde 1663 zum ,Fortifikations-gebäu' abgerissen.« Die Türkenkriege scheinen daran schuld zusein. 20 Jahre später, 1683, fand ja die berühmte Belagerung Wiensstatt. Die Häuser dürften in die Pfarrei »bei den Schotten« gehörthaben, wie mir deren Prior-Pfarrer Rost 1899 schrieb.
8. Ratsprotokolle vom 20. Septemer 1611, 14. März 1615 und15. März 1616 (s. 9h) über Philipp Holbein und seinen Sohn Matthiasund vom 10. September 1637, wonach Barbara Holbainin gestorbenund der Bericht darüber an »Fr. Obristin zu Set Jacob inn Wienunnd Cons. Überschickht werden soll«.
9. a) Supplik des Goldschmiedes Paulus Baumann vom 21. Februar1615, betreffend seinen Schwager Philipp Holbein, Juwelier zuWien und Bürger allhier zu Augsburg und dessen ihm fünfJahre vorher (= 1610) zugeschickten Sohn Matthias Holbein,Gesellen der Goldschmiedezunft,
»wiewohl er anfangs nit willens gewesen, bei dem Gold-schmiedehandwerk zu verharren, so hat er doch dasselbigein solcher Zeit dermaßen begriffen und erfahren, daß erdavon zu weichen nicht mehr gedenkt ... So ist demnachmeine Bitte, Verfügung zu tun, daß ihm 4 Jahre für einge-schrieben gehalten werden und (er) nach Verfließung nochzwayer Jahre alsdann für einen Gesellen prothocollirt undeingeschrieben werde«.
Nach Artikel 20 der Augsburger Goldschmiedeordnung mußtennämlich die Lehrlinge in ein »Knabenbüchlein« eingetragenwerden, und das war bei Matthias versäumt -worden. Deshalb