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5. Alphabetisches Register über die auf den neun Goldschmiede-tafeln des Maximilianmuseums verzeichneten Meister von 1566 bis1795. Bloß ein Register ist noch vorhanden; die Gesellen- undMeisterbücher der Goldschmiedezunft sind leider seit den sechzigerJahren des vorigen Jahrhunderts spurlos verschwunden.
In jenem fehlt das Wappen der Holbeiner, woraus man schließenkann, daß sie schon von 1566 mehr auswärts waren und nur alleein oder paar Jahre ihre Häuser in Augsburg aufsuchten. So er-klärt sich auch, daß die Steuern auf diese Häuser jahrelang rück-ständig blieben und dann manchmal erst durch dritte Hand bezahltwurden, z. B. 1611 durch seinen Sohn für die fünf vorangegangenenJahre 1606—1610 mit 5X60 Gulden, 10 Schilling, 1 Pfennig =300 Gulden, 50 Schilling, 5 Pfennig.
Diese mehrjährigen Trennungen legen den Gedanken nahe, daßauch diese Ehe »nicht glücklich« war, wie Hegner S. 110 vonder des Malers sagt.
6. Grundbücher, z. B. über das Grundstück A 488. Dieseskaufte am 25. September 1606 Phillipp Holbein, Ehemann derSchwieglerin von seinem Schwiegervater, mit Gerechtigkeit desWasserrechtes, einige Häuser vom jetzigen entfernt. Darauf wirdBarbara Holbein, geb. Weickmännin, als Besitzerin aufgeführt, ohneDatum und ohne nähere Angabe. Von dieser hat es Strauß mitder Diamantfüllen (?) Gerechtigkeit und dem Rade gekauft. Es lagebenfalls in der Gasse »Salta zum Schlächtenbad«. Seine Steuerbetrug jährlich 10 fl., 10 g. 1 Hierfür bürgte 1628 Jakob Mest,wohl identisch mit dem oben sub 4 erwähnten Pfleger Jakob Meschvon 1629. Schon 1627 war »durch die Frauen bei Jakob Mesten«die Steuer bezahlt worden, wobei Philipp Holbeins A (des älteren?)Haus als vacua (leer) genannt wird. In demselben Jahre 1627 zahlter auch in Wien zum letztenmale Steuern. *) Als schon vor diesemHauskaufe den Malern gehörig, führt Woltmann vier Häuser an.Uber das Geburtshaus schrieb H. Grimm die Schrift »Holbeins Ge-burtshaus«, Berlin 1867, die mir leider nicht zugänglich war. DasHaus, welches der Maler bewohnte, gehörte 1894 einem FriedrichHolzgräber und führte die Nummer A 496—97 — 98 am vorderen
*) Danach, verglichen mit Absatz 4, S. 57, starb er um 1628—29.