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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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Da wir gerade die Jahre der Reformation streifen, so sei kurzerwähnt, daß der Maler ein entschiedener Kämpfer für dieselbe war.Woltmann weist das an vielen Stellen nach, z. B. Bd. I, S. 395, Abs. 2.Eher ging er mit seinem Freunde Erasmus von Rotterdam nochweiter, im Sinne des Humanismus (Hegner, S. 266, und Leithäuser:Hans Holbein der Jüngere, Hamburg 1886, S. 12, 4, 3i). :,: ) Politischaber war er den Bilderstürmern natürlich abhold und blieb imDienste des Königs von England, trotz dringender Zurückberufungendes Rates von Basel. »Du kannst Dir kaum vorstellen, wie glück-lich er die Zustände in jenem Reiche pries«, so schrieb von ihmR. Gwalther in Basel an A. Bullinger in Zürich.

3. Die Hochzeitsprotokolle, welche ich von 1618 an bis 1660 durch-gesehen habe, ohne darin auf den Namen Holbein zu stoßen. Dagegenverzeichnet das Hochzeitsamtsprotokoll vom 13. Mai 1590 folgendes:

»Phillip Holbain v. Lisabonia, Diamantschneider, und Euphro-sine Schweiglerin, beide ledig, Bürger, seine Bürgen p. 20 fl. seindtAntonie Renial und Friedrich Laubick, Goldschmidt; uf ihr seittenir Vatter Eliaß Schweigier, goldschm.«

4. Pflegeschaftsbücher, worin die Protokolle vom 19. Juni 1629,Blatt 13 b, 28. und 29. März 1636, Blatt 331a und 360 a, und vom3. Mai 1636, Blatt 366 a, interessieren.

Nach dem von 1.629 wurden der »Frauen Barbara geb. Weik-männin, des abwesenden Philipp Holbein Ehewirtin, zu Rat und bey-standt« Jakob Mesch und David Schwartz, Notar, verpflichtet. Alsogleich zwei auf einmal. Vormund und Gegenvormund. Ebensowerden im übernächsten Protokoll (29. März 1636) zwei Pfleger seinerhinterlassenen Tochter Euphrosyna genannt: Niklas Scheffer, anstattdes verstorbenen Daniel Schwartz, und der Maler Leonhart Schemel.Dabei wird der Niklas Scheffer als »alter Pfleger« bezeichnet, ob-wohl er nach dem vierten und letzten Protokoll erst fünf Wochenspäter vorgeschlagen und verpflichtet wurde: »gelobte«. Die Be-zeichnung der Tochter als hinterlassen und der Barbara als »Wittib«lehrt, daß inzwischen dieser Philipp verstorben. Mit der Euphrosynastarb seine Linie aus. Sie war das einzige Kind, wie sich aus demPflegbuchprotokolle ergibt:

Gedruckt bei Th. G. Meißner als Schulprogramm' des Johanneum.