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»Ihr begehrt, Euch neue Zeitung zu schreiben. Das kannich Euch nit abslagen. So wißt, Hans Holbein, des Königs Malervon Basel ist auch in Frankreich gewest, widerkommen und hatdie jüngste Tochter von Madama dem Vendome abcontrafeit unddem König bracht. So dunkt mich, das derselbe Heirat nit werdtfür sich gehenn.«
Der ungenannte Briefschreiber scheint zu protestantischen FührernEnglands gehört zu haben. Wenigstens schreibt er noch von solchenund von den Gesandten, die der Schmalkaldische Bund nach Londongeschickt hatte. Das Aktenstück betrifft »Handlung der Einungs-verwandten Stände auf dem Tage zu Eisenach 24. Juli Ao 1533.«
In der Ravensburger Zeit hatte es noch gar keine amtlichenBücher gegeben. Nur durch Sammlung einzelner Urkunden ließsich das Dunkel des 13. und 14. Jahrhunderts etwas lichten. InAugsburg beginnen Bücher und Register z. B.:
1. Das schon früher S. 44 erwähnte des gemeinen Pfennigsseit 1497.
2. Ein die Jahre 1500—1600 umfassendes Register über dieNachträge der von 1346—1717 reichenden Steuerbücher mit Re-gister der kunstgewerblichen Berufe. Eine Zusammenstellung diesermit Übersichtstafel gab E. His in Jahrbüchern für Kunstwissen-schaft IV (1871), S. 215 ff. Das übrige hier erwähnte Urkunden-material (Ziff. 1, 3—10) habe ich weder bei Woltmann, noch sonstbearbeitet oder erwähnt gefunden. Das Augsburger UrkundenbuchChristian Meyers (Augsburg 1878, bei Lampart & Cie.) reicht nurbis 1399 und enthält in seinem Namensregister keinen Holbein. Injenem Steuernachtragsregister jedoch fand ich:
Holbain, Hans, Maler, 1517,
» Marg., 15iS u. 1519,
„ Simon 1542.
Letzterer ist Woltmann trotz dessen so gründlichen Forschungenunbekannt. Deshalb könnte man meinen, er sei identisch mit dembei Woltmann als Bruder des Hans Holbein des Älteren genanntenSigismund oder Siegmund. Aber Sigismund soll doch schon zweiJahre vorher, am 18. November 1540, in Bern verstorben sein.Dieser Widerspruch bleibt also noch aufzuklären.
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