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er von dem Augsburg benachbarten Kloster Schönenfeld zuzog, ob-wohl auch dieses mit Sautters Angabe sich in Einklang bringen ließe,sondern dahin, daß er in dem, in Augsburg selbst gelegenen, derÄbtissin von Schönenfeld seit 1439 gehörigen Klosterhofe zunächstWohnung fand — Gasthöfe gab es damals nicht —, bis es ihmgelang, sich ein eigenes Heim oder Haus zu erwerben. Die meistenAngaben hierüber enthält die Allgem. Ztg. am angeführten Orte.Michel ist laut S. 287 des Augsburger Bürgerbuches Martini 1448Bürger geworden, gegen fünf Gulden Bürgergeld. Auch das sprichtdafür, daß er, bezw. sein Vater, erst einige Jahre vorher zugezogenwar, gleich wie der jüngere Maler 1515 nach Basel kam, aber erstEnde 1519 dortiger Bürger wurde. Es gilt hier, was Hegner S. 49sagt: »daß Holbeins Vater nicht Bürger war, sonst wäre es derSohn erbweise auch gewesen und hätte keines Einkaufes bedurft.«Wenigstens gilt, daß Michels Vater nicht schon 1448 Bürger war,sondern es gleichzeitig wurde oder dem Sohne nachzog. 1459entdeckten wir ihn oben als civis Augustanus, als Bürger Augsburgs.
Michels Frau war Anna »vom Diepolt«. Seine Kinder:
1. Barbara von Oberhausen.
2. Hans Holbein der ältere Maler, geboren um 1450 nach
Hegner S. 39; ca. 1468 nach Artur Seemann in »Zeit-schrift für bildende Kunst«, S. 203, Leipzig 1903, woauch die anderen abweichenden Meinungen besprochenwerden.
3. Anna, auch Endlin= Annelein genannt, verh. Elchingerin.
4. Siegmund Holbein, geb. 1477 nach W. Schmidt in Jahns
Jahrbuch V, 58 Anm.
5. Margarete, genannt Gret Herwardein.
6. Ursel Nepperschmidtin.
Von diesen sechs Kindern haben also nicht weniger als vierdie gleichen vier Vornamen, wie die letzten vier Holbeiner vonRavensburg und sogar in derselben Reihenfolge ihrer Ge-burt. Das kann nicht bloß Zufall sein, sondern sich nur darauserklären, daß ihr Vater Michel Holbein in der Reihenfolge, wieseine Kinder geboren wurden, ihnen die Namen von seinem Vaterund dessen drei Schwestern beilegte. Das entsprach früherer Sitte