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vater Hans Holbeins des Jüngeren, sondern Großvater Hans Hol-beins des Älteren war. So klärt sich der Unterschied zwischendiesen beiden Forschern und Woltmann auf. Woltmann kann zuseiner Ansicht auch nur dadurch gelangen, daß er eine Inschrift von1459: »Hans Holbein civis Augustanus« als gefälscht erklärt. Dasist unnötig, wenn man jener anderen Ansicht folgt, welche auchnach unseren Erörterungen den größeren Anspruch auf Wahrheithat. Woltmann stützt seine Vermutung einer Fälschung auf dievon ihm sonst nachgewiesenen Fälschungen. Aber unter letzterenbefindet sich gerade jenes Bild von 1459 nicht! Vgl. Bd. I, S. 43,Nr. 1 und Bd. II, S. 27—29. Viel falscher erscheint mir der inNaglers Künstlerlexikon (München 1838) aufgeführte Valerius Hol-bein, Maler 1562. Seine Existenz wird bloß aus einem MonogrammV. H. auf einem Bilde des H. Kaths zu Köln geschlossen und dasgenügt nicht.
Das Zwischenglied zwischen jenen beiden Hansen, das heißt derSohn des übersiedelnden Hans IV. und der Vater von Hans Holbeindem älteren Maler, ist Michel Holbein, bei welchem die ausführ-lichen Familiennachrichten Woltmanns einsetzen. Dieser hatte einenBruder Konrad Holbein und eine Schwester Anna Holbein. BeideVornamen haben wir schon in der Familie gefunden. Konrad oderKunorad als Stifter der Familie und Anna, die Tante der eben er-wähnten Anna, nämlich die Schwester ihres Vaters Hans IV. unterden vier Stiftern von 1403.
Der Bruder Konrad starb zu Täckingen um i486 als Kon-ventsbruder, also ohne Familie. Er ist neben dem S. 40 vorerwähntenMarquard (1440—1474) und dem Abt Burkhard (1348—1359) derdritte Geistliche in der Familie. Anna scheidet als Frau für dieFortsetzung des Namens aus. Es bleibt Michel Holbein, welcherbei Woltmann Bd. II, S. 25 auch Michel von Schönenfeld genanntwird, als einziger (Woltmann I, S. 43 und Allgem. Ztg. von 1872,S. 17S 0 ) übrig, und da nun auch vorher nur ein einziger von Ravens-burg nach Augsburg übergesiedelt ist, wie wir unten bestätigt findenwerden, so bleibt nichts anderes zu folgern, als daß letzterer derVater von Michel Holbein ist.
Den Zusatz »von Schönenfeld« fasse ich nicht dahin auf, daß