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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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nicht deutlich zu erkennen ist, vom Zahlmeister des UlmerMünsters namens Konrad zu Ulm — NB! schon Richtung nachSchwäbisch-Gmünd — ein Leibgeding ausgezahlt. Vermutlichwar es wieder Hans, denn nach dem Tode Fricks im Jahre1410 findet man in Ravensburg sonst keinen anderen Hol-beiner, als die vier unter dem Jahre 1403 vorgenannten StifterHans, Anna, Margareta und Ursula. Diese vier sind deshalbund weil sie zu gleicher Zeit untereinander und fast zu gleicherZeit wie Frick selbst jene größeren Stiftungen Vornahmen,offenbar Mitglieder ein und derselben Familie, nämlich dievier Kinder Fricks V.

Seit diesem Jahre 1417 verschwindet der Name Holbein ausRavensburg. Soweit die drei Geschwister des Hans, Anna, Marga-reta und Ursula, in Frage kommen, kann jenes Verschwinden desNamens nicht auffallen, weil sie alle drei sich verheiratet hatten.Aber bei Hans muß es auffallen und kann sich nicht durch einenTod desselben erklären, weil er mehrere Söhne hatte, laut derStiftungsurkunde von 1403. Deshalb muß angenommen werden,daß er mit seinen Söhnen Ravensburg ebenso verlassen hat, undzwar 1440 laut Kapitel V, Satz 1, wie es seines Großvaters BruderHans III. bereits 1366 unter Verkauf seiner Besitzungen getan hatte.Wahrscheinlich hatte er das Glück nicht oder es verschmäht, gleichseinem Vater, als Führer einer Opposition sich gegen die der Familiefeindlichen Parteien zu halten. Oder es lockte ihn, in die damalsnoch größere und aufblühendere Handelsstadt Augsburg sich zuwenden, wo er Aussicht hatte, mit dem Reste seines nicht unbe-deutenden Vermögens sich erfolgreich an den Plandelsunternehmungenzu beteiligen. Auf jeden Fall erklären es mehrere Schriftsteller fürsehr beachtenswert, daß wir in Augsburg dieselben vier Namen,Hans und weiblicherseits Anna, Margareta und Ursula, letztere so-gar in derselben Reihenfolge als Kinder des in den Jahren 1448,1454 und vielleicht noch 1487 in Augsburg genannten LederersMichael Holbein wieder finden. Um dieses Jahr 1440 finden wir zwarauch in Kaufbeuren einen Marquart Holbein, aber er war Geist-licher, also unverheiratet. 1444 schreibt und unterschreibt er eineHandschrift des Klosters Indersdorf mit »marquardu s holbain de