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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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nutzen oder, wie ich richtiger sagen möchte, wiederbenutzen.Der Streit erklärt sich am einfachsten daraus, daß die beidenein altes Recht an jenen Quellen zu haben glaubten, weil sie,wie wir oben gesehen haben, schon in der zweiten Hälfte desvorangegangenen Jahrhunderts von der Familie benutzt wor-den waren. Diese Benutzung mag mit dem Kaufe des Vor-stadtshammers eingeschlafen gewesen sein. Als aber letzterer1324 auf drei Werke erweitert worden war, mag im Laufeder nächsten Jahre das Bedürfnis nach mehr Wasser hervor-getreten sein, jene zwei Brüder wieder die alten Quellen amWildhammer aufgesucht haben und die Stadt ihnen das ver-weigert haben, weil über ein Menschenalter an jenen QuellenRechte der Familie nicht mehr geltend gemacht wordenwaren.

1344 war der Streit nicht nur längst vergessen, sondern der Einflußund das Ansehen Fricks derart gewachsen, daß er zum Stadt-amtmann von Ravensburg gewählt wurde. Als solcher wirder unter dem Namen Frick der Ältere bis 13 59 aufgeführt.In diesem Jahre kann er zwar hochbetagt gestorben sein, aberer wird nur als verbannt genannt und der Zeitunterschiedzwischen 1359 und 1291, 68 Jahre, ist doch so groß, daßdieser Frick der Ältere mit dem Fritel oder Frick II. von1291 nicht gut identisch sein kann, sondern sein Sohn gewesensein wird, wofür ich mich schon oben (S. 29) aussprach. Erwäre also der dritte Frick. Als er 1344 zum »Stadtamtmann«gewählt wurde, wird er auch nicht so jung gewesen sein, wieheutzutage mancher Bürgermeister, welcher es von Beruf ist.Denn damals gab es noch keine Berufsbürgermeister. Wirwerden deshalb sein Alter ruhig auf 50—60 Jahre annehmenkönnen, also auf etwa 1284 als sein Geburtsjahr gelangen.Der 1327 als bloßer Zeuge erwähnte Ulrich könnte danachsein Sohn gewesen sein, wenn er nicht sein Vetter oder Neffeals Sohn von Hans I. oder II. war wegen S. 31 sub 1327.

1345 siegelte Frick oder Fritz Holbein als »Stadtamtmann« eineUrkunde, welche heute im Archiv des Germanischen Museumszu Nürnberg aufbewahrt wird. 1349 ebenso lt. S. 23 Note **.