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Die Holbeiner : ein Überblick über eine 700-jährige bürgerliche Familiengeschichte mit Stammbäumen
Entstehung
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werde. Das spricht, nebenbei bemerkt, für Gutermanns An-sicht gegen Lotzmann, welcher das Wasserzeichen als Hol-beinsches bestreitet und es als Attribut des Lukas, des Schutz-patrons der Maler, erklärt. Lotzmann irrt sich auch S. 107mit seiner Behauptung: »Die nach Basel übergesiedelte be-kannte Malerfamilie Holbein, bei der sich übrigens von jenemWappen keine Spur mehr zeigt«. Denn gerade der jüngereMaler hat in Basel dieses Familienwappen gemalt und es istnoch heute dort in der Schatzkammer der Barfüßerkirche auf-gehängt. Auch Aloys Schulte in seiner Geschichte des mittel-alterlichen Handels zwischen Westdeutschland und Italien(Leipzig 1900), Band I, S. 623 meint, man habe die Ravens-burger Papierfabrikation früher weit überschätzt, sei aber heutein das andere Extrem verfallen.

In ihrer Entschuldigung baten die Papierer um ein anderesZeichen, z. B. das Stadtwappen mit den zwei Türmen, underhielten dieses genehmigt. Von solcher späteren Zeit abdeutet ein Ochsenkopf als Wasserzeichen also nicht mehr aufHolbeinsches Papier, zumal die Holbeiner auch schon IOO Jahrevorher ihre Papierfabriken veräußert hatten und nirgends be-kannt geworden ist, daß sie anderwärts solche errichtet hätten.Den heutigen Schutz von Warenzeichen gab es leider imMittelalter noch nicht, ein Grund mehr, die Kenntnisse derPapierfabrikation nach Kräften geheim zu halten.

1327 erscheint Ulrich, genannt Fritel von Ravensburg. Vergleichedie Zeittafel Kapitel III, a. E. Wenn dieser ein Bruder vonden zuletzt erwähnten Hans II. und Frick Holbein gewesenwäre, welche am Anfänge des 14. Jahrhunderts das ersteWerk der Papierfabrik gründeten, dann würde er vermutlichals dritter Bruder sich an dieser Gründung beteiligt haben.Es ist deshalb wahrscheinlicher, daß er ein Sohn von Frick III.oder Hans II. Holbein ist, oder ihr Vetter als Sohn von Frickdes Ersten Bruder.

1336 liegen Frick III. und Plans Holbein im Streite mit der Stadt.Sie wollten nämlich die Quellen auf dem oben genanntenWildhammer für ihr Gew T erk, also für die Papiermühlen be-