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Ober-, Mittel- und Unterhammer. Doch hätte ich sie nachihrem Aussehen auf ein späteres Jahrhundert, vielleicht das16., zurückgeführt. Eine genauere Jahresangabe über denKauf macht Gutermann nicht. Deshalb und weil wir schon1301 das beschriebene Holbeinische Papier finden, kann derKauf statt im Anfang des 14. Jahrhunderts auch schon amEnde des 13. Jahrhunderts stattgefunden haben, wo 1291 derFrick oder Fritel jun. (II.) als Minister von Ravensburg ge-nannt wird. Damit erklärt sich auch Gutermanns MeinungS. 284, daß zur Zeit der Gründung der Brüder Frick undHans ihr »Hammer schon in einem sehr vollkommenen Zu-stande« angefangen wurde. Wenn Frick oder Fritel identischsind, so ist in der Zeittafel des Kapitels III als sein BruderHans einzutragen. Aber da 1291 Fritel schon ziemlich altgewesen sein muß, denn schon 33 Jahre vorher, 1258, habenwir ihn erwähnt gefunden, und weil im Alter schwerlichjemand noch Papiermühlen kauft, um einen neuen Betriebdarin zu errichten, sowie wegen S. 32 sub 1344 wird es wohlrichtig sein, die Brüder Frick und Hans als Söhne des 1258und 1291 erwähnten Fritel II anzusehen.
Hier könnte nun jemand einwerfen, wie dieser Ankaufder Papiermühlen um 1300 mit der in Kapitel I und II er-örterten Darstellung sich verträgt, wonach schon um 1248Kuno Plolbein von Bürglen nach Ravensburg zog, um seinegeheime Kenntnis von der neu erfundenen Papierfabrikationzu verwerten. Die Antwort hierauf gibt eine andere mir vonA. Knapp in Ravensburg mitgeteilte, mit Lotzmanns Orts-angabe »Schornreuth« (S. 107) übereinstimmende alte Über-lieferung. Nach dieser haben die Holbeiner zunächst nicht indem von ihnen angekauften Anwesen die Papierfabrikationbetrieben, sondern noch weiter draußen im Walde an einerStelle, welche noch heute der »Wildhammer« heißt, einigeMinuten nach rechts von der Fahrstraße nach Waldburg. Überdieser Stelle fand ich aber jetzt uralten Wald, wohl 300 bis400jährige Eichen und Buchen und keine Spur mehr vonirgend welchen Gebäuden. Auch die Wahl einer solchen