28
in seinen Gründen sein. Es kann zur Begründung meist auf schonGedrucktes verweisen, nämlich auf:
1. Friedrich Gutermann, Stuttgart: Die älteste Geschichte derFabrikation des Linnenpapieres bei J. O. Weigel in Leipzig1845. Auch gedruckt als Beilage Nr. 109 der Allgemeinen(Augsburger) Zeitung den 19. April 1845, S. 867, und inNr. 17 des Serapeum vom 15. September 1845, S. 257und 273.
2. Eine Gegenschrift von Geh. Oberfinanzrat Lotzmann in Berlinim Serapeum zu Leipzig 1846, S. 97—108 und 123—128.
3. Lehrer Hafner in Ravensburg: Geschichte der Stadt Ravens-burg, daselbst 1887, S. 334 u. a.
Aus letzterer sind mir Auszüge von Student Alfons Knappzu Ravensburg freundlichst zugegangen und von mir noch an ge-eigneten Stellen mit weiteren kleinen Ergänzungen versehen worden.
Die chronologische Zusammenstellung ergibt folgendes:
1301 Aus diesem Jahre stammt das älteste bekannte Linnenpapiermit dem Ochsenkopfe als Wasserzeichen (Lyoner Urkunde lautSerapeum 1855, S. 277 und 282 Note 50 sowie 1846, S. 123).Dieses Zeichen pflegten die Holbeiner in ihrem Papiere an-zubringen, welches sie in ihren nacherwähnten Papiermühlenbei und in Ravensburg herstellten. Dabei wurde der sechs-strahlige Stern zwischen den Hörnern durch Verlängerungseines unteren Strahles auf eine Art Stange gestellt undmanchmal auch nur vierstrahlig gezeichnet. Man nahm eseben nicht genau mit ihm. Fehlt er doch im Siegel von1327 ganz, wie wir sahen. Das Wappen des Papieresdeutet, wie noch heute üblich, auf seine Herkunft (vergl.1544 S. 30), gleichwie auch das Wappen der Familie aufderen Herkunft deutete. Vergl. S. 9. In Ölschwang, dersüdöstlichen Vorstadt von Ravensburg, an dem sie durch-fließenden Flattbach, kauften nämlich im Anfang des 14. Jahr-hunderts die zwei Brüder Frick Holbein und Hans Holbein (II.)den sogenannten Hammer, eine Wassermühle. Noch heutestehen dort sehr alte Mühlengebäude, welche mir in Ravens-burg als die alten Holbeinischen Mühlen bezeichnet wurden,