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Welches Andenken er sowohl bei seinen Kameraden, als auch bei seinen früherenVorgesetzten und deren Angehörigen hinterließ, beurkunden u. a. folgende Privat-schrciben:
tNcin guter Ebcrstcin! Ich versprach zu Dir zu kommen, um Abschied von Dir zunehmen — ich sage ungern jemand, der mir wcrth ist, Lebewohl, vielleicht ans immer, und sonimm denn diese Zeilen so auf, als wäre ich bei Dir gewesen. INeiuc tviiusche für Dein tvohlbegleiten Dich. Bewahre auch in der Entfernung das Andenken an einen aufrichtigen Freund
Axel von Normann.
Euer Hoch- und tvohlgeborcu werden nur verzeihen, wenn ich so frei bin, Ihnen bei,kommende Börse zu übcrschickeu, und Sic ergebenst bitte, selbe als ein ganz geringes Andenkenunserer Dankbarkeit Ihrer so oft au uns bewiesenen Güte anzunehmen; es ist die Arbeit meinerSchwägerin und hat gar keinen lverth, als daß es das Zeichen trägt, was Sie mit so volleinRecht verdienen (i. e. lZ. f). Ich füge bloß die Bitte hinzu, Ihre fernere Freundschaft zu schenkenEuer Hoch' und ZVohlgeboren ergebenen Fr. v. Elausewitz.
Posen, s. Juni.
Infolge einer von seinem früheren Regiments-Kameraden v. Raven erhaltenenBenachrichtigung ck. ck. Neustädte!, 3. Januar 1819, daß durch den Tod des Post-meisters Capitata v. Drigalsky das Postamt in Grüneberg erledigt sei, kam Gustavbei Sr. Majestät dem Könige tun Verleihung dieses Postamts an ihn ein, erhieltjedoch bereits unterm 14. Januar von dein Flügel-Adjutanten (späteren Kriegsminister)v. Witzleben folgenden abschläglichen Bescheid:
Euer Hochwolstgeboren Schreiben vom y. d. III. ist bei des Königs Majestät eingegangen.Dem mir erthciltcn Allerhöchsten Auftrage gemäß benachrichtige ich Sie indcß, daß das PostamtGrüneberg Ihnen nicht crtheilt werden kann, da solches durch Eabinets-Vrdrc von: 2y. Dez. v. I.dem Hauptmann v. Torzilowski verliehen worden ist. v. IDjtzleben.
Berlin, den f-f. Januar tSfy.
Da hierauf Gustav auf seine Erkundigungen die Auskunft erhalten hatte, daß,wenn es nach der Tour gehe, bei der großen Anzahl von Expektanten es wohl an25 bis 30 Jahre dauern könne, ehe er an die Reihe komme, ein Postamt zu er-halten — wie dies sich auch in der Folge wirklich herausstellte —, verzichtete er aufsolche zweifelhafte Hoffnung und begab sich am 2. März 1819 wieder nach den mans-feldischen Familiengütern. Da sein ältester mit Friederike v. Wolffersdorfs verheiratheterBruder Wilhelm, welcher seit 1817 säiutl. Familiengeschäfte führte und das Schloßin Groß - Leinungen und das Vorwerk Horla in Pacht und eigene Bewirthschaftungübernommen hatte, in Horla wohnte, während derselbe in das Lcinunger Schloßeinen Administrator gesetzt hatte, zog Gustav in das ehemalige Hüttenbeamtenhaus zuGroß-Leinungen, welches sich sein Vater bei der Auseinandersetzung mit seinem BruderKarl vorbehalten und, weil er während seiner öfteren geschäftlichen Anwesenheit aufdeu Familiengütern nicht in dem ihm zugefallenen, abgelegenen Horla wohnen mochte,zu seinen Zwecken hatte wohnlich einrichten lassen.
Hier von Leinungen aus unterhielt Gustav intimen Verkehr mit seinein Pathen,dem regierenden Grafen Wilhelm zu Stolberg-Roßla (früheren sächs. Minister), dersich oft durch einen reitenden Boten wenige Stunden vor seinem eigenen Eintreffenansagen ließ. Im Orte selbst verkehrte er mit seinem Vetter, dein Hauptmann Ernstvon der Morunger Branche, und empfing außerdem häufig den Besuch des gebildeten,umgänglichen und jovialen Ortsgcistlichen Pastor Bindseil.
Im I. 1823 am 28. April starb Gustav's ältester Bruder Wilhelm, sodaßhiermit auch eine Lücke in der Verwaltung aller gemeinsamen, die mansfeldischen undGehofcn'schen Besitzungen betreffenden Angelegenheiten eintrat. Obgleich Gustav inRücksicht auf eine sich schon damals anmeldende Nierenkrankheit, zu welcher der russischeFeldzug und die mit Wasser bis oben hin ausgefüllten Wallgräben vor Spandau beiBerennung dieser Festung den Grund gelegt hatten, nur geneigt war, um überhaupt