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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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Hochzeitsgäste »nt nachstehendem, demLieben Brautpaare" gewidmetem Hoch-zeitliede:

(Mel.: Bekränzt mit Laub u. s. iv.)

Der Frau on-Berg, der Frauen-Berg soll leben! Der Propst saß auch allein in grauen Mauern,

Das ist ein schönes tvort! Ivo nun die Freude blüht.

Die Frauen hoch! die Glück ins Leben weben verschwunden ist das Seufzen und das Iranern,Bier und an allein Brt! Da man Frau Pröpstin sieht.

Sonst seufzte dort in düstern, öden Zellen Uivat Frau Pröpstin, diese holde Dame!

Der Nonnen bleicher Thor. Des Propsts Glückseligkeit!

Sie durften keinen Freund sich zugesellen, Und vivat Eberstein, der edle Nameverschlossen war das Thor. In alt' und neuer Zeit!

Und vivttnt alle, die hier oben wohnen,

Die Frauenberger all!

Gott möge ihnen treue Liebe lohnen!

Hoch, hoch mit Freudenschall!

In Nordhausen wurden die drei ältesten Söhne Adolf (14. Okt. 1843),Heinrich (16. Febr. 1845) und Johannes (26. Juli 1848) geboren.

Als in GeHofen, über dessen geistl. Institute der Ebersteinischen Familiedas Patronat zusteht, der Pastor Wollweber 1849 gestorben war und die Kompatronevon Charlottens Vater dem Pastor Niemeyer die Vokation zu der GehofenerStelle ertheilt hatten, siedelte derselbe Ende Januar 1856 dahin über. Hier hattenun Charlotte volle Gelegenheit, rhre wirthschaftliche Tüchtigkeit zu bewähren: siehatte eine Landwirthschaft von über 300 Magdeburger Morgen zu leiten. InGeHofen erhielt die Familie durch die Söhne Hermann (f in Wernigerode) undGeorg (geb. 23. Sept. 1851) Zuwachs.

Nach seiner Eineritirung zog Pastor Niemeyer Ende des Jahres 1858 nachHalle a. S. Durch einen Vetter ließ Niemeycr sich verleiten, dessen halben Antheilan einer Cichorien-Fabrik in Hasserodc dicht vor dem Thore von Wernigerode a. H.zu übernehmen, hatte aber keine Ahnung, daß die Geschäftslage derselben eine sehrprekäre war, sodaß es ihm nur mit Mühe und unter einem sehr großen Opfergelang, wieder loszukommen. Nachdem der Pastor darauf von seiner schön gele-genen Wohnung in der Fabrik aus erst einige Jahre in der Stadt selbst gewohnthatte, kaufte er sich sein noch jetzt von seiner Witwe bewohntes Grundstück inHasserode.

Die beiden Tanten Charlottens in Dresden (Emilie und Charlotte) fordertenihren häufigen Besuch daselbst; besonders in ihrer letzten Lebenszeit fühlte sich TanteCharlotte in ihrem hohen Alter sehr vereinsamt, sodaß sie ihre Nichte im Jahre 1871zwei Mal zu sich berief. Charlotte Niemeyer als eingesetzte llniversalerbin hattedie Last der Nachlaßregulirung. Im Sommer 1875 hatte Lottchen ihre nun betagteMutter, welche in GeHofen ihren Wohnsitz hatte, zu sich nach Hasserode geholt;dieselbe, zwar noch regen Geistes, aber hinfälligen Körpers, beschloß schon EndeSeptember desselben Jahres ihr Leben.

2. Louis Ferdinand, s. unten.

3. Marix Lebrecht, s. unten.

Mariz Kebrecht Freiherr von Eber stein,

das 3. Kind und der 2. Sohn des Majors Gustav Adolph Freiherrn v. Eberstein,wurde 27. Sept. 1827 im Schlosse zu Groß - Leinungen geboren. Morizens Mutter,welche von ihrer frühesten Jugend an von ihrem Pathen, dem ihrem Vater innigstbefreundeten Kriegsrathe Karl v. Ebcrstcin, und dessen Frau geb. v. Steindel zugleichmit deren Nichte Emilie v. Steindel im Schlosse zu Leinnngen erzogen worden war,hatte von ihrem Vater dessen rasches Wesen und die ihm eigene Thatkraft, von ihrerMutter ein zartbesaitetes Nervensystem geerbt. Sie verband diese von den Eltern er-