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Nr, 389.
Herzlich geliebtester Bruder! zc. Warum aber der liebe Bruder aufäugetin seinem Schreiben mit diesen Worten: „Wir sind erträglich gesund, wiewohl meinealte Hütte gar baufällig zc." Wie merke ich, das; die 50 Jahre nicht weit sein zc.Der Höchste zc. erfreue Euch mit solchem gerechten Urtheil in Wetzlar, als michGott, obwohlen unter tausend klagenden Thränen, Angst und Sorgen mich noch haterleben lassen, die Schmach ist überwunden, Gott wird helfen, daß übrige Gottgeklagte 11 Prozesse zu überwinden, welche vor Dillenburg, Hachenburg hängen zc.Der scl. Breuning ist in Holland bei seinem Sohn gestorben den 8. Januar 1765 zc.
Eichen, 30. März 1766. ^mnlin van Aussein, geborene v. Oberstem.
D. 8. Ihr werdet doch wissen das traurige Schicksal unsers MannheimerBruders, daß der nun im 3. Jahr zu Wcinheim in ein Kloster gethan worden unterdem Ruf, er wäre verrückt, so nicht ist. Mein Sohn hat ihn zu sprechen verlanget,aber er ist nicht zugelassen worden. Jetzt schreibt sie uns und adressirt sich besondersan Sohn, daß ihr der ihren gegen ihre Schwiegermutter bei uns geführten Prozeßbetreiben helfe, denn ihr Mann und Schwiegermutter vom Zeppenfelder Gut bei unsjährt. Revenüen 1000 sl. Witthum verschrieben, welche sie haben will, weil ihr Mannals das anzusehen.
Graf Ernst Friedrich von Gderstein.
nl.s Wormuiul <lcr Ebcrsteiu'srbc» Mmler m Dittenburg.
Früher, als er wohl gedacht, starb am 3. Nov. 1725 zu Dillenburg derOber-Iöyermeistev Karl Frhr. v. Everstem. Kaum hatte sein ältester Bruder,Graf Ernst Friedrich v. Eberstcin, der sich damals als kursächs. Gesandter in Mainzbefand, die Nachricht von dem Tode seines Bruder Karl erhalten, so bat er den Grafenvon Flemming um Urlaub nach Dillenburg. Am 6. Nov. 1725 schrieb er an letzteren:„cks vions cks vsssvoiv in krisle uouvslls, gas man lrsrs, ls 6i-unck-Vsusur cksKassau ü BillsubouvA, est, mark ls 3. ck. s. luissunt uns kein ins, Arosss cks8 in vis, st cksnx Iiis cks cksnx msrss, ckout, ss ns ins suurai pus sxeussr cksprsnckrs in lulslls eomms ls plus proells st, l'unigus gui est ports ckuns espuz's-ei, E'sst pourguoi gus ss ins vois eontrsint cks supplisr Votrs UxesIIsnestrss-Inuublsmsut ü ins luirs in Arnes cks m'obtsuir pur 8ou intsrssssiou In psr-Mission cku roi ckJ' pouvoir ullsr pour uns viuAtuius cks zours" ss. oben S. 423Nr. 282).
Hierauf erwiderte der Gen.-Feldm. Graf v. Flemming (Vursovis ls 21. 9^-1725, nn E. ck'lilbsrstsin): „,1'ni rs^,u vos lsttrss cku 1. st 6. ck. e. cks prsncks pnrtcks In ckoulsur gus vous enuss In inort cks Nr. votrs lrsrs, st si ls eonssil privsz- eonssnt, vous pouvs^ nllsr n BillsubourA rsglsr lss nllnirss cks votrs tninills."
Nr. 390. An den Minister v. Seevach in Dresden.
Hochgeb. :c, Herr Geheimbder Rath und Untron! Nachdeme von Ew. Excel-lenz auf mein letzteres, darinnen um allergnadigste Rönigl. Usrmission wegen meiiiessei. Brüdern des Gber-Iägermeisters von Dillenburg auf einige lVochendahin gehen und wegen dessen Berlassenschaft die Nothdurft vorkehren zu dürfenangesuchct und um Dero tnvornblen Bortrag bei dem hochpreisl. Geheimbden-Eonsilio gebeten, lisch keine Antwort erhalten, fo werden Ew. Exc. nicht ungütignehmen, daß mich deshalben hicdurch nochmalen gehorsamst melde, zumalen dader 2 f. ckunuuris zur Invsntur uiid 3spurk>,tion der lBitwe und Rinder beider-seitiger Ehe aiigesetzet ist, ich auch von Rönigl. Blas, durch des Herrn (Vraslllsiuming's Excellenz den Urlaub in soweit mit heutiger Host erhalten, ^ch werdevor so hohe Gnade allezeit gehorsamst dankbar sein :c. Eur Excellenz ganz ge-horsamster, treuer Diener. G. <H. Gr. von GbrrKrin.
Ulainz, P Dss. H72J.