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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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ihren Großneffen Emil v. Ellcr - Eberstein (Enkel ihres Stiefbruders FriedrichL. W.) ein Fideikommiß; das mütterliche von Trebrnische Rittergut zu Brückenaber bestimmte sie zu einem Fräuleinstift für die Trebraische Familie. Die aufRötha stehenden 6000 Mfl. Lehnstamm des Majors Wilhelm v. E. zahlte sie andie Besitzer der Fideikommißgüter aus.

6. Wilhelm Ludwig Gottlob Freiherr v. E., geb. 10. Nov. 1762 zu Menningen,ff 4. Febr. 1805 ebendaselbst, verm. 30. Nov. 1300 zu Skopau bei Merseburgmit Sophie Friederike Charlotte Louise, des Friedrich Gottlob v. Trotha aufSkopau Tochter. Nachdem Gottlob sich einige Zeit lang zu Freiberg i. S. derBergbaukunde gewidmet hatte, beschäftigte er sich in stiller Zurückgezogenheit aufseinem Gute Morungen mit philosophischen Forschungen.Ausgerüstet mit glück-lichen Naturanlagen drang er tief ein in den Geist der ältern und neuern philo-sophischen Systeme. Belege dafür liefert 1) seinUersüch einer Geschichteder Logik und Metaphysik bei den Deutschen von Keikniz bis ansgegenwärtige Zeit".. (Halle 17941799, 2 Theile, seit 1842 bei C. Berger inLeipzig) nebst AnhangUber meine Parteilichkeit, vorzüglich m...Wider-spruch des Hrn. Kant betreffend" (Halle 1800), 2) seine SchriftUber dieBeschaffenheit der Logik und Metaphysik der reinen Peripatetiker" (Halle 1801) und 3) seine SchriftNatürliche Theologie derScholastiker nebst Zusätzen über die Freiheitslehre" (Leipzig 1803).Die genannten Schriften empfehlen sich neben dem darin entwickelten Scharfsinneauch durch Korrektheit und Präzision des Styls" (s. Ersch und Gruber, Encyclopädie,Sekt. I, Th. 30, Seite 262). Seine Bibliothek vermachte seine Schwester Frauv. Möllendorf der Klosterschule zu Roßleben. Nachdem Gottlob von seinen beidenältern Brüdern deren Nntheile an Morungen an sich gebracht hatte, war eralleiniger Besitzer von Morungen und von der Hälfte der Amtsforstcn.Am 8. Äug. 1791 wurde ihm von dem Hofrathe Wilhelm Frhrn. v. E. dasWicdereinlösungSrecht von Rötha gegen eine Remuneration von 2500 Thlrn.und Überlassung des Leinunger Backhauszinses abgetreten (Histor. Nachr. S. 281 ff.).Nach seinem Tode fielen Morungen und Rötha an seine Mutter.

Friedrich Ludwig Wilhelm,

geb. 21. Juli 1736, ff 24. Dez. 1800 zu Groß-Leinungen, seinem Wohnorte seit1784 (des 1765 ff Christian v. E. und der 1752 ff Johanne Louise geb. v. Ingers-leben ältester Sohn), k. pr. Lieutenant und dann kursächs. Hauptmann. Im Jahre1781 überließ er sein Vs Antheil an Morungen seinen beiden Brüdern, dein Majorund dem Baron Gottlob. 1769, 1774 und 1775 als Lieut. zu Morungen, 1791als Hauptmann zu Gr.-L.

Venn. 21. Juli 1768 mit Friederike Karoline Eleonore geb. r>. Lültzingslöwena. d. H. Haynrode (ff 2. Dez. 1813 zu Groß - Leinungen mit Hinterlassung von3 Söhnen und 3 Töchtern).

Deren Kinder:

1. Christiane Friederike Eleonore Louise, geb. 3. April 1770 zu Morungen.

2. Ernst Karl Rudolf Ludwig, geb. 13. Sept. 1773 zu Morungen, ff 2. Sept. 1847zu Groß-Leinungen, seinem Wohnorte seit 1806, k. pr. Hauptmann a. D., verm.mit Friederike Marie geb. Gerhold.

Deren Tochter: Johanne Miihelmine, geb. 21. Sept. 1816 zu Groß-Leinungen,ff 2. Sept. 1852 zu Schiepzig, verm. mit dein Lieut. a. D. Karl Frhrn.v. Eberstein.

3. Ivhannetta Ernestine Juliane Wilhelminc, geb. 9. Aug. 1775 zu Morungen,verm. mit itil. Schmidt zur Engelsburg bei Sangerhausen.

4. Friederike Wilhelmine Johannette Louise, geb. 7. Sept. 1777 zu Morungen,ff 8. April 1787 zu Groß-Leinungen.