Druckschrift 
Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
Seite
426
Einzelbild herunterladen
 

426

wiederfahren wäre; Dann vorbenahmte 2 Erste Berichte inachen uns mit gegrün-deten Rümmer Befahren, daß er darum das äußerste vollends angewendet habenwerde, um bey Rönigl. Blafft, und Dero Hohen SliuRksrio uns anzuschwärtzenund uns unsere Forst und Bergwerks-cknrn st inolumonfa zu entziehen, wogegenuns doch die Hand des alles rächenden Gottes, die Gerechtigkeit unsers aller-gnädigsten Aöniges und die Rechts-Liebe und Einsicht Dero Hohen Ninistrornmdecken und nicht gestatten wird, daß er eigengewaltig so wenig die vorlängstigenLandesherrlichen Entscheidungen und Verordnungen, welche so viele Jahre inObsorvan? gewesen, arroAUntor ausheben als unser Wiederkäuffliches Eigenthumund daherige Rechtliche Nutzungen contra pira apcrta vcrnichtigen dürfte. Ew.Excellenz werden nach Dero Gütigkeits-Neigung zuförderst nicht vorunbilligcn, daßmit selbiger Vorstellung bei meinem 7 s jährigen Alter und da ich viele Volumina^.etcn selbst durchgehen müßen nicht vermögend gewesen, eher fertig zu werden.Hiegegen wird die Wahrheit und Gründlichkeit derselben mich dißfalls justitloiren,daß ich so ein erleuchtetes Ninistorinm nicht mit Dunst habe clespectiren wollen,welchen falls ich leichtlich eher hätte fertig werden können.

Die Weitläufftigkeit, worinn diese Sache zu meinem großen Bliß-Behagen an-erwachßen, werden Ew. Excellenz nicht weniger um deßwillen gütlich zu übersehenbelieben, weil, wie Sie Selbst finden werden, in denen passionirten Vber-Aufseher-Amts-Berichten ja fast kein eintziges Wort zu lesen, daß nicht vergället absichtlich undeaMos, mithin uns von äußerster Nachtheiligkeit und Bedenklichkeit ist also einerbesondern Wiederlegung bedurfft; Ich bezeige mit den allwißcnden Gott, daßmir in meinen vielen Lebenswahren noch nichts dergleichen, um damit Herren undMnistrcs zu beirren, vorkommen. Folglich habe unsere Nothdurfft ausführlich vor-stellen und mit Voeumenfis belegen müßen, welches solche allerdings verlängert hat.

Allein da die Sache bey unser» wenigen Vermögen uns zu Imxortanf ist,so haben wir nichts übergehen können noch dürften.

Wie aber in denen Vber-Aufseher-Amts-Berichten nichts als Aleister befangen,so tröste mich, daß in Gegentheil in dieser Refutation nichts als Wahrheit undRechtlichkeit erfunden werden muß.

Gott wird sich unser erbarmen und einen Ehristlichen geübten gewißenhafftenredlichen unpraoocoupirten Referenten verleihen, Wobey Ew. Excellenz Liebe zurGerechtigkeit und Abscheu vor Bedrückungen in aller weise Ihrer Hohen protectionmich vergewißert und die Zuversicht eines gerechtesten Rönigl. Schutzes und Ein-sehens unterstützet. Die Sache ist so gründlich und vollkommen ausgeführet, daßwir uns einer eonsolablon Rönigl. Resolution mit vollkommenen Rechts-Vertrauengetrösten können. Bberlaße mich, unsere cknra und alles Ew. Excellenz bekanndtenGerechtigkeits - Sorgfalt und allzeitigen Großmüthigen Wohlneigung in EwigerWidmung und .Vllliction verbleibend Eur Excellenz

Großleinungen, gantz gehorsamster Ergebenster Treuer Diener

den Sten Vcosmlmr (7^3. G. Gr. von Oberstem.

Friedrich Reichsgraf von Oberstem,

kurnminZ. Geueriümisior uml Mnmmcrberr,

geb. 19. Febr. 1705, f 17. Juli 1772 zu Groß-Leinungen, beiges, in Rötha 19. cj.(des 1752 si Grafen Ernst Friedrich v. Eberstein Sohn), verm. I) 19. Okt. 1730 mitBlaria Regina geb. v. Reitzenstein (geb. 11. Dez. 1712, si 20. Dez. 1732);II) 5. Okt. 1733 mit Blaria Louisa geb. v. Geismar a. d. H. Blofeld (geb.11. Juni 1701, si 5. März 1735); III) 10. Okt. 1735 mit Blaria Iuliana geb.v. Dachröden (geb. 9. Febr. 1715, si 16. Mai 1778 zu Heilbronn).

Ohne Wissen und Willen seines Vaters trat Graf Friedrich v. Eberstein imOkt. 1726 zur katholischen Religion über. Nach seines Vaters Tode nahm er seinen