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Christian Ludwig,
Mkter clor nock lilulienstc« Ueulniuser Mino,
geb. 15. Okt. 1650 nachts zw. 11 u. 12 Uhr zu GeHofen, und zwar „vor der sonstgewöhnlichen Zeit", weshalb er auch in derselben Stunde wegen großer Schwachheitdie Taufe erhielt und 24. es. in. erst die kirchliche Einsegnung. Pathen waren u. a.die verwitwete Fürstin zum Hiertzberg, geb. Landgräfin von Hessen-Darmstadt,Frau Maria Elisabeth Gräfin zu Mansfeld geb. Gräfin zur Lippe, Anton Graf zuSchwarzburg, Johann Martin Graf zu Stolberg.
Im Jahre 1663 (13 Jahre alt) kam er zugleich mit seinem um 1 Jahr älterenBruder, dem nachmaligen Domherrn und Stifter der noch blühenden Domhöfer Linie,Anton Albrecht behufs weiterer wissenschaftlicher Ausbildung von Glückstadt inHolstein aus nach Havelberg zu dem Dom-Dechanten Thomas v. Grote, der mitseiner Schwester Hedwig Lucie verheirathet und ein „Liebhaber der Musen" war,sodaß beide Brüder von 1665 an die mecklenburgische Ritter-Akademie zu Güstrowmit Nutzen besuchen konnten. Von hier nahm sie der Herzog an seinen Hof zu Güstrowals Hof-Kavaliere, in welchem Dienste sie bis zu der Zeit verblieben, wo sie auf An-ordnung ihres Vaters die Universität Jena bezogen. Nach Absolvirung der Univer-sitätsstudien gingen beide Brüder nach damaliger Sitte „nach vorgeschriebener hoherväterlicher Instruktion" auf Reisen über Dresden, durch Böhmen, Mähren, Osterreichnach Wien; nach längerem Aufenthalte am kaiserlichen Hofe besuchten sie Ungarn undtraten von da aus die Rückreise an über Wien durch das Land ob der Enz, StiftPassau, Bayern, Ober-Pfalz, Schwaben, Bamberg und durch das Reich nach Hausezu den Eltern, auf welcher Heimreise sie sich mit den fürstlichen Höfen und großenStädten bekannt machten.
In seinem 19. Jähre trat Christian Ludwig in hannöversche Militärdiensteals Cornet unter Rittmeister v. Wülsten und diente zuletzt 9 Monate lang als Ritt-meister in dem Regiments des Obersten Heinrich Thilo v. Wilsten bis 17. März1675.
Nr. 229. „Abschied wegen des Kr«, von Kberstein seet. seiner geljavtenWittmstrs. Dienste in Wraunschweig.-Lüneb."
Des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Herrn Rudolph Augusten ^
Herzogen zu Brauuschmeig nudt Lüneburg, meines gnädigstenFürsten undt Herrn Besttaltcr Gbrister über ein Regiment zu Roß.
Ich Heinrich Tita Milcken.
Füge hieinit Iedermännichlich zuvernehmen, wie daß Zeiger dieses der Hoch-edelgebohrne Gestrenge und Ulan Veste Herr Christinn Lstld wirst von Cstcr-stein, Sich bei dem nur gnädigst auvertrautem Regiment vor einen RittmeisterNeun Mohnatt gebrauchen lassen. Da Gr Sich dau rvercnder Zeit zu tag undtNacht, in Zügen, Grdren, wachsten undt Feldsch(l)achten, auch bei allen anderenKriegs oeousionan, wan, wie offt, undt wohin er erfordert, tapfer, fleißig ^ ehrlichaufricht- undt Rlanhafftig bezeiget, wie eilten rechtschaffenen Gavalier, ehrliebendenofficirer undt Soldaten ausstehet undt gebühret: N?eßwegen auch ich uudt mannichlichan seinen Verrichtungen undt oomporkelimnt eine satsahem ^ Zufriedenheit undt Ver-gnügen gehabt haben, Ihn auch unter meinem Gommendo gerne noch langersehen undt haben wollen. ^ Alß aber denselben hochwichtige Geschaffte abgefordert,so hatt er seiner eigenen Angelegenheit undt Aufnahm halber, mir ^ um seinenAbschiebt gebührenden Ansuchung getahn, Darum ich ihn dau nicht entHören, be-sondern vielmehr seiner ^ getreuen undt tapsern Dienste halber Krafft Dieses seinenehrlichen Abschiebt ertheilen undt gönnen wollen ^ Belanget dahero an alle hoheKriegs officirer, Landes Gbrichkeitcu, Gommendanten in den Stäten undt VestuftgenBeambten undt Befehligshabern, undt sonst mannichlich, Stands erheischung nach,mein respective gebührstnäßiges ersuchen undt bitten Sie wollen geruhen Vohrwohl-gedachten Gavalier nicht allein aller Grteu zu wasser ^ und Landt, durch dero lier-
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