Druckschrift 
Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
Seite
772
Einzelbild herunterladen
 

Sä,lackt bei Aßierstädt bewiesenes vorzügliches Benehmen zog ihn, nicht allein das abschriftlichbeifolgende huldreiche Schreiben Seiner Majestät zn, sondern bewirkte auch seine rasche Wieder-einstellnng in der Armee. In der Schlacht bei Jennewitz zeichnete er sich ebenfalls aus, wurdeaber in derselben so stark verwundet: daß nncrachtet aller ärztlichen Hülfe und der besten Bäder,die er seit einigen Iahren schon gebraucht, sciue Gesundheit dennoch nicht wieder hergestelltwerden konnte; so daß er gegenwärtig zum Feld- und Garnison-Dienst unbrauchbar wird.

Ich erlaube mir daher das allerunterthänigste Gesuch dieses in jeder Rücksichtachtbaren^und kenntnisreichen Offiziers zu unterstützen. Hördens.

Nr. 563. Schreiben des Il'ügel'-Zdjutanteu des Königs v. Witzleven an denEversten v. Eläulewitz il. <>. Werlin, 1. Würz 1818.

Iu^Folge Gw. Hochwohlgeboren gefälligen Verwendung vom 25. v. VI. fürden Eapitain v. Eberstein den 2ten werde ich recht gern Sr. Alajestät auf dieVcrdienstlichkeit dieses Offiziers aufmerksam macheu und mich freuen, wenn Aller-höchst Dieselben seine Wünsche zu berücksichtigen geruhen wollten.

Berlin, den s. Alärz l3s3. r. Mitstelieu.

Sir. 564. Kierauf bezügliches Schreiben des chbersten v. Klansewitz an Gustavv. Kverstein <1. ck. Gl'ogau, 7. Mörz 1818.

Ew. Hochwohlgeboren werden aus beikommender Antwort des Obristv. Witzlebcn ersehen, wie mit Vergnügen Ihren Wunsch unterstützt habe, und willich nur wünschen, daß Sie nicht zu lange auf Erfüllung Ihres Gesuchs wartendürfen. Aleine Frau empfiehlt sich sowie meine Schwester herzlich und ich bittemit ihnen vereint uns Ihren Brn. Bruder, sowie alle den Herren, so sich unsererinnern wollen, recht herzlich zu grüßen. Leben Sie wohl, guter Eapitain, undsein Sie überzeugt, daß es mich recht glücklich machen würde, wenn ich höre, daßes Ihnen wohl gehet. Behalten Sie serner in gütigein Andenken Ihren wahrenFreund r. Cüumeuütr.

Glogau, den 7. Alärz s8s3.

Gustav's Gesuch wurde vom Könige genehmigt und die „Dimission mit demCharakter als Major für den LApituins vom 5. Infanterie-Regiment (4. Ostpreufi.)Duron von Dborsksin" am 19. März 1818 ausgefertigt:

Nr. 565.

Nachdem Seine Königliche Alajestät von Greußen w., Unser allergnädigsterKönig und Herr resolviret haben, dem Eg.pit.aino vom 5ten Infanterie-Regiment(4- Ostpreuß.) Gustav Adolph Duron von Dberst-oin die Dimission aus DeroKrieges-Diensten, und zwar mit dem Eharakter als Nujor, der Erlaubnis zumTragen der Imnös-Dnikorms und Aussicht auf ein Postamt, auch einem jährlichenWartegelde in Gnaden zu ertheilen: So thun Allerhöchst Dieselben solches auchhiermit in Kraft dieses, geben auch dem nunmehrigen Nujor von Ddorskoin hier-durch das rühmliche Zeugnis, daß derselbe während seiner Dienstzeit und bei denvorgefallenen Krieges-Begebenheiten, wobei sich derselbe befunden, sich jederzeit alsein tapferer und erfahrener Offizier verhalten und überhaupt dergestalt betragenhat, daß Seine Königliche Alajestät demselben darüber Dero allerhöchste Zufriedenheitbezeigen und mit Huld und Gnade zugethan verbleiben wollen. Urkundlich habenAllerhöchst Dieselben diese Dimission Eigenhändig unterschrieben und mit DeroGnaden-Siegel bedrucken lassen. So geschehen und gegeben: Berlin, densfiten Alärz sgsg. Frmlricd Milllclm.

Nach erhaltenem Abschiede verließ Gustav am 15. April 1818 seine GarnisonDanzig und begab sich zunächst zur Begrüßung seiner Mutter und Schwestern nachDresden und nach einem vierwvchentlichen Aufenthalte hicrselbst zu seinem ältestenBruder Wilhelm nach Horlaz Ende Juli aber nahm er seinen ständigen Aufenthaltin Berlin.