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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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Cavallier, sondern ein Patritius ans Frankfurt, auch nicht in zweibrückischen Dienstenengagirt, sondern sich nur diesen Actum zu verrichten vom Herzog ausgebetcn, fandsolcher erstlich an hiesigein Hof Difficultät, indem ein Cavallier, wann er selbstendie Lehn nicht empfangen kann, einen andern guten Cavallier solche Commissi»» über-tragen muß; zweitens bei einem solchen Gesandten das Ceremoniel erfordert, daß erdurch einen Cavallier mit 6 Pferden abgeholt und vorerst zur Audienz geführet, vondem Hofmarschall und einigen Cavallieren am Wagen empfangen, mit 6 Pferden als-dann zur Lchnempfängniß auf die Regierung, nach abgelegtein Eid aber nur mit2 Pferden zurück ins Schloß geführt wird, bei der Tafel auch dein Kurfürsten zurrechten Hand in einem Sessel egal dem kurfürstl. sitzet und von einein Cavallier be-dienet wird, welches man ihm nicht gestatten kann noch will, weßwegen solche Lehn-empfängniß aufgeschoben worden, und hoffet man, es werde der Herzog einen andernschicken, wann er nicht haben will, daß es Jhro kurfürstl. Gnd. als eine Verachtungansehen sollen. Die österreichische Trouppen sind in völligem Marsch, hierunter undin die Wetterau zu rücken, und ob es schon heißt, sie würden mit einander in Brabantmarchiren, so wollen doch Einige gewiß glauben, daß 13 Regimenter mit Nächstemein Lager bei dem mainzischen Städtlein Höchst formiren und da stehen bleiben würden,diejenige aber, so nach Brabant marchiren, andre oben herabkommende österreichischeRegimenter wären, welcher Meinung der österreichische General von Erbefeld, so zuHochheim eine Stunde von hier im Quartier liegt und am Donnerstag mit seinerGemahlin hier bei Hof speisete, mit ist. Mainz, den 30. April 1746.

ckflmlrirb Gnck rou Gberstew.

Nr. 310.

Sjre. Die österreichische Trouppen haben nun vergangenen Donnerstag undFreitag das Erzstift völlig geräumet und sind nach Heilbrun marchirt, haben aberüberall ein garstig Lob und viele Schulden hinterlassen, ja noch zuletzt die vacantenrackionks mit großer Brutalität von denen Bauern «xsgnirb. Und obschon der hier inder Nähe gelegene General von Erbeseld, welchem von hiesigem Hof viele Höflich-keit geschehen, versprochen, alle Exccsse abzustellen, so ist er doch derjenige gewesen,durch dessen Ordre noch die vacanten Portiones unbarmherzig erpresset worden. Es istzwar an sich selbst ihnen nicht zu verargen, daß sie nehmen, was sie kriegen können,indem die meisten Offiziers in 12 und mehr Monaten keinen Tr. Gage bekommen,der arme Landmann aber ist zu bedauern, wo sie hinkommen. Von vorgestern Abendsnach 9 Uhr bis gestern Morgen haben wir hier ein Gewitter in das andre gehabt,welches man bei "Menschen Gedenken so nicht gehöret und nicht anders war, als wennder jüngste Tag kommen sollte. Es hat dabei Schloßen geworfen wie Taubeneierund noch größer und dadurch in der Stadt sehr großen Schaden an Fenstern gethan,auf dein Land aber den Wcinstock und Früchte auf viele Stunden den gestrigen ein-gelaufenen Berichten nach fast gänzlich ruiniret. Mainz, den 29. Mai 1746.

Lntilnck Gnck ron Eberotein.

Wolf Dietrich,

Miktrr ller i.824 erlo^rbcncn MM-Dietnck'srlmt Zruncbc,

geb. 17. März 1681 auf Neuhaus, f 21. Nov. 1742 zu Harzgerode (wohin er vonSchönewerda gereist war, seinen Bruder Anton Gottlob zu besuchen), beigesetzt zuRötha 23. sj.' (des 1717 f Christian Ludwig v. E. und der 1720 f EleonoreSophie geb. v. Werthern 2r Sohn), Herr auf GeHofen und Domsen, kursächs.Hauptmann.

Venn. 1. Juli 1714 mit Sophia Elisabeth (geb. 2. Juni 1692, f 14. Sept.1738 zu GeHofen), des Heinrich Friedrich v. Rockhausen auf Domsen, Jaucha,Schieben und Kirchscheidung und der Christina Sophia geb. v. Zscheplitz a. d. H.Domsen Tochter.