mögend gewesen sein, um bei Magdeburg davon Gebrauch zu machen? — wodoch wenigstens so viel momautunkö Zeit gewonnen worden, um in Schlesiendie übrigen Aräfte des Staats zu sammeln und aufzustellen, da der Bogenzug nachStettin ebenso schlimm sich dirigirte, als wenn man bei NIagdeburg mit Ehrensich unter seinen eigenen Trümmern begraben hätte, um politische Trugschlüsse nichtdurch erschlaffte Ariegszucht zu büßen -— und über das geheiligte Haupt seinesAönigs und Herrn unübersehbare Holgen zu verhängen, als man es versäumte,Zeit zu gewinnen. Verzeihung, AllerGnädigster Herr! für die schwatzhafte Weit-läuftigkeit eines bejahrten Ncanncs, der im älteren strengen preuß. Dienste auf-gewachsen, von seinen Empfindungen übertäubt, seine Heder nicht im Zaum zuhalten vermag. — Wenn ich mich setzt erdreiste, Ew. Aönigliche Nkajestät unter-thänigst anzuflehen, meine drei Söhne durch eine baldige Wiederanstellung in Hoch-Dero Armäe aus der Nnthätigkeit zu setzen, so hoffe ich zwar keine Hehlbitte zuthun, — allein keinesweges will ich mich einer Zudringlichkeit schuldig machen. -Sollten Ew. A. Was. ihre Wiederanstellung nicht thunlich erachten, so beschränkeich mich auf die demüthigc Bitte, wenigstens nach eingezogener Höchster Erkundigungüber obige, ihr Benehmen betreffenden Umstände sie mit einem Zeugnisse unterEw. A. Ums. Hohen Unterschrift zu entlassen, daß sie ihrer Schuldigkeit in Absichtauf Dienstpflicht und Ehre gemäß sich benommen, wenn gleich in meinem AlterNichts so sehr mich beruhigen könnte, als die Hoffnung, daß ineine Nachkommeneinst Gelegenheit erhielten, mit ihrem Blute das Ihrige zu Begründung des altenDuhms Ew. U. Was. Waffen wieder beizutragen, welche Gefühle auf sie vererbtworden sind. Gewiß wird die Vorsicht die Wunden, die ein unerklärt. Schicksalschlug, heilen — da in ihrer Hand oft kleine Nuttel die weit umfassendesten Wür-tingen der Staatskunst unauflöslich hervorbringen. Nut diesen feurigen Wünschenfür Ew. Aönigl. Nkajestät kostbare Gesundheit, für das Wohl des Aönigl. Hausesund der NIonarchie ersterbe ich mit den Gefühlen tiefster Ehrfurcht :c. E. A. Nu :c.
Nach dem in meinem Besitze befindl. Konzepte.
Hiernach empfahl sie ihr Vater dein persönlichen Wohlwallen des General-Feld-marschalls Grafen Kalkreuth mittels Schreibens ll. ä. Dresden 30. Mai 1808, indessen Eingang es heißt: „Wenn zwei meiner Söhne, Lieutenants bei dein Jnfnntcrie-Regimente Gr. v. Wartensleben, das Glück haben, auf Sr. Königl. Majestät Befehlihrer künftigen Placirung halber in einem Painmerschen Regiment«? bei Ew. Excellenzimterthänig sich melden zu dürfen: So verzeihen Ew. Excellenz, wenn ich diese Gelegen-heit ergreife, in Rückerinnerung jener Tage meiner Jugend, wo ich Hochdieselben schonfrüh in dem Hause meines Vaters, des verstorbenen Obrist von Eberstein zu Tilsit,verehren lernte, mich und die ineinigen Ew. Excellenz Gnaden zu empfehlen."
Das Regiment Graf von Marte»tslcl»e»t kann sich rühmen, an dem unglück-lichen Tage des 14. Oktober 1806 alles geleistet zu haben, was in der Lage, bis esaufgerieben war, zu leisten möglich war. Die beiden Lieutenants Mvrih Wilibaldund Gustav Adolf Gebrüder von Eberstein, welche sich bei dein 1. Bataillon diesesRegiments befanden, berichten darüber i. I. 1808 nach erhaltener Aufforderung, einedetaillirte Darstellung dessen zu geben, was ihnen in und nach der Schlacht bei Auer-stedt begegnet, Folgendes:
Nachdem das Regiment den Okt. s306 früh unter Zurückwerfung derfeindl. Tirailleurs, der Aanonade des Heindes ungeachtet, die Anhöhen bei Auerstedtoccupirt, das s. Bat. vom 2. getrennt worden und wir beim ferneren Vordringenauf eine durch feindl. Tirailleurs maskirte Batterie stießen, wobei dein Aomman-deur Ncajor v. Gbra und dem Nlajor v. Benningsen die flffcrde unter dem Leibeerschossen wurden, und während des über drei Stunden fortgesetzten Bataillonfeuersund fleten Avanciren fielen hier die Lieutenants v. Nkünchhausen, v. d. Osten,v. Rabenau, v. NIumme und der Eapitain v. Aamptz. Die Hahnenjunker