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7. f Gustav Adolph, s. unten.
8. f Franz Botho, geb. 1. Mai 1787 zu Groß-Leinungen, f 6. Febr. 1841 zuSchönefeld bei Leipzig. Franz wurde 1797 Fahnenjunker im k. pr. Reg. v.Knobelsdorf zu Stendal, 1802 aber Fahnenjunker in der kursächs. Gren.-Gardezu Dresden, besuchte daselbst 3 Jahre lang die Militär-Akademie, wurde kurs.Lieut. und trat 1805 in die Armee König Georg's III. von England. UnterWellington focht er von 1807 bis 1814 auf der pyrenäischen Halbinsel, wurdeim Sept. 1810 bei Lussnau schwer und in späteren Schlachten in Amerika undWestindien noch viermal verwundet, kam deshalb nach London ins Lazareth underhielt dann als Capitain mit Sold und Pension auf Lebenszeit den erbetenenAbschied. Im März 1814 kehrte er in seine Heimath zurück und verheirathetesich im Dez. 1815 mit Ularianne Wilhelmina Rosina Elisabeth geb. Schneider(geb. 17. Dez. 1796, f 27. Nov. 1849 zu Schenefeld), Erb-, Lehn- und Gerichts-herrin, Kirchen- und Schulpatronin auf Schönefeld bei Leipzig, Brachstedt undAltrotha bei Halle a. S.
Kinder: 1) f Marianne Ulrike Franziska, geb. 27. Aug. 1816, f 2. Okt.1837 zu Schönefeld.
2) Klara Hedwig, Herrin auf Schönefeld, geb. 2. Nov. 1817 zu Schönefeld,bereiste Kleinasien, Ostindien, das nördl. Afrika und Südamerika. Aus dengenannten Welttheilen hat sie Naturalien und Erzeugnisse der verschiedenstenArt mitgebracht und in ihren: neuerbanten Schlosse zu Schönefeld aufgestellt.Eine Sammlung mannigfacher auf die Ethnologie und Kulturgeschichte bezüg-licher Gegenstände übereignete sie dem Museum für Völkerkunde in Leipzig.Die Ehrenmitgliedschaft wurde ihr verliehen 15. März 1874 vom Vereineder Freunde für Erdkunde zu Leipzig und 31. März 1875 von dein genanntenMuseum. Mit der Kriegsdenkmünze für Nichtkombattanten am deutschenBande, sowie mit dem Erinnerungskreuze am sächs. Bande für 1870—1871wurde sie für den in dieser Zeit bewiesenen Wohlthätigkeitssinn und ihreSorge für die Verwundeten dekorirt.
3) f Thosmann Botho, geb. 9. Juni 1819, f 1. Juli sj. a.
4) f ein 2. Juni 1820 tot geborner Knabe.
5) f Guido Adalbert, geb. 18. Aug. 1821, f jung.
9. f Charlotte Albcrtine, geb. 6. Januar 1739 zu Dresden, f 23. Dez. 1871ebendaselbst als Witwe des k. russ. Rittmeisters a. D. Karl v. «Lhrenthal.
10. 's George Rudolph, geb. 2. Apr. 1793 zu Dresden, machte die Kampagne inöstr. Diensten mit; darauf ließ er durch seinen in englischen Diensten bei dem60. Reg. stehenden Bruder Ernst den Herzog Wellington um Aufnahme in das-selbe Regiment bitten. Mittels Schreibens v. 25. Aug. 1813 stellte der Herzogihn als Fähnrich an; allein infolge der Kriegsereignisse kam das Patent zu spätin seine Hände, so daß er bei erfolgten: Wiederausbruch des Krieges nicht wohlseinen Abschied aus österreichischen Diensten fordern konnte. Diesen Umstand ließer den: Herzoge durch Ernst darlegen, der ihm dann die Bitte, die angefangeneKampagne in: österreichischen Heere mitzumachen, mit den Worten gewährt: „Es istgleich, ob Ihr Bruder mit den k. großbrit. oder k. k. östrer, Truppen für das all-gemeine Wohl von Europa fechtet, nachdem England und Osterreich gleiche Zweckehaben." — Während des Krieges von 1813, 14 u. 15 wohnte er den Tagenvon Dresden, Kulm, Naumburg, Leipzig, Lrienna, Trohes, Law snr ^ubs und^ Uuris bei, wurde in den Berichten über die Operation bei Dresden und dieSchlacht bei Leipzig wegen seiner Hältung namentlich aufgeführt, hatte aber dasUnglück, bei Leipzig gefangen, indessen bald darauf wieder aus der Gefangenschaftbefreit zu werden; auch wurde er in: Laufe dieser Kampagne zweimal schwer ver-wundet. Nach den: Kriege stand er als Ober-Lieutenant bei dem 1. Feldjäger-Bataillon in Salzburg. Ende des Jahres 1818 wurde das Jäger-Bataillonnach Prag verlegt. Von hier aus wurde Georg versetzt nach (Zmjn in Mähren
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