und derqleichen verwenden. Die Musik übe zn deiner Rekreation dergestalt, daß es nicht viel Geldkästet und dir die edle Zeit nicht verloren geht. Suche dich bei Leuten, welche wegen ihrerDexteritK und Drcütüre in gutem Ruf und Ansehen stehen und welche dereinst Werkzeuge zudeinem Glück abgeben können, besonders bekannt zu inachen, dich bei ihnen zu insinuiren undihre Freundschaft zn erlangen, ksiite dich in ihrer Gesollschaft zn voreilig, spitzfindig oder rühm-räthig zu sein, ksöre vielmehr, als du selbst sprichst. Gieb acht allezeit, wo andre hinauswollen.Rimm dich mit denen sogenannten Bon Mots in acht, denn man schlägt einen andern leichtdamit in die Augen und kann dann viel Angelegenheiten haben. Gieb niemand Gelegenheit zuBändel! verabscheue das niederträchtige Raufen, halt aber fest auf deine Ehre! Wirst du dazugenöthigt und die Sache kann mit Konservativ,! der Lhre nicht änderst abgemacht werden, so be-steh! dich Gott und sei muthig und scheue weder Pistolen noch Degen. So lange du aber dicjesblxtremnm vermeiden kannst, so vermeide es. Sind deine Studien vorbei, so hast du deine Frei-heit, einen blmxloi zu erwählen, so dir gefällig. Nur bedenke immer, wozu du eapnble bist."
Wilhelm's Freiherr» von Eberstein Kinder:
1. f Wilhelm Karl Lorenz, geb. 7. Febr. 1778, f 28. April 1823 zu Horla, k.pr. Hauptmann a. D.; dessen Witwe Henriette Friederike (geb. 10. Mai 1790),des k. sächs. Oberstlieut. Friedr. Wilh. Aug. r>. Wolffersdorff a. d. H. Endschützund der Therese Freiin von Lobkowitz Tochter, Erzieherin der jungen prinzlichenHerrschaften zu Dresden, f 7. Febr. 1862 zu Dresden.
Wilhelm stand 1806 als Lieutenant beim Reg. v. Thiele, wurde durch dieKapitulation von Breslau gefangen und nahm im März 1807 seinen Weg überWien, um zur Armee in Preußen zu gelangen. In einen: Briefe des GeneralRobert v. Eberstein an Louis Ferdinand v. E. ck. ä. Potsdam 8. April1880 heißt es: „Aus meiner frühesten Kindheit erinnere ich mich sehr wohl,daß uns in Stallupönen während des Krieges 1807 ec. Ihres VatersBruder Wilhelm recht viel besuchte, während dort ein provisorisches neuesBataillon errichtet wurde, dein er als Offizier zugetheilt war. Er war damalsein passionirter Guitarren-Spieler (vgl. oben S. 337).
Seit 1817 führte Wilhelm sämtl. Familiengeschäftc und hatte das Schloßin Groß-Leinungen und das Vorwerk Horla in Pacht und eigene Bewirt-schaftung übernommen. Er wohnte in Horla, während er in das LeinungerSchloß einen Administrator gesetzt hatte. Bei der nach seinem Tode vorge-nommenen Sektion fand man, daß sich seine beiden Nieren vollständig auf-gelöst hatten.
2. ß Karl Heinrich August, s. unten.
3. Ernst Albrecht, s. unten.
4. Emilie Adelheid, geb. 9. Nov. 1781 zu Dresden, f 5. Sept. 1862 ebendaselbst,Stiftsdame zu Drübeck.
5. f Keopald Hermann, geb. 21. März 1783 zu Dresden, f s. u.
6. f Marth Wilibald, geb. 22. April 1784 zu Dresden, 's 14. März 1852 zuGroß-Leinungen, k. pr. Major a. D., verm. m. Wilhclmine geb. Hermann(f 16. Juli 1851 zu Groß-Leinungen). Moritz war zuerst sächs. Kadet und tratzugleich mit seinem Bruder Gustav 1798 in das Reg. Graf Wartensleben zuLiegnitz, wurde 1808 im 5. Jnf.-Reg. mit einem Lieutenants-Patent v. 2. Febr.1801 wieder angestellt und 13. Januar 1812 zum Prem.-Licut. befördert. Inder Schlacht bei Auerstedt zeichnete er sich zusammen mit Gustav rühmlichstaus und erhielt für die Schlachten bei Loissons, Imvn, Evinpisxn« und EvöKMdas Eiserne Kreuz 2. Kl. (s. das Nähere bei Gustav).
Söhne: 1) Marth Gustav Ferdinand, geb. 23. Aug. 1821 zu Nobel bei Danzig,f 21. Nov. 1854 zu Hainrode unter der Asenburg, verm. mit . . . geb.Baring.
2) Karl Kndalph Ernst, geb. 2. Januar 1824 zu Schöneck, verm. 28. Mai1848 mit Johanne geb. Wendenburg (f 1873 zu Harzgerode).