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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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gewahr ward, hätte alles dieses mit mehrerer Kaltblütigkeit und Geduld wohlfeiler insGeleise gebracht werden können. Allein ich war ein junger Mensch im 20. Jahre,und die Konsulenten, die wir gewählt hatten, der Kommissionsrath Brauer und derschwarzburgsche Rath ^.uZ'uslin Uol^oarp Rudloff, bließen das Feuer mehr an,als daß sie zu moderaten Maßnehmungen rathen sollten. Ersterer aus Unkunde desGanges der Dinge in Sachsen, letzterer aus geflissentlicher Absicht, meinen Vater undseine Successoren in Rechtshändel zu verwickeln, bei denen er, wie er auch leidernachher in vollem Maße gethan hat, zu gewinnen die Aussicht hatte.

In Halle bezahlte ich Eollsgla. und hatte ein Quartier, kam aber nicht hin(ratio war, um nöthigenfalls auch für den preuß. Dienst zu passen und etwa meineinVater keinen Verdruß zu machen, da Friedrich II. es sehr übel genommen hätte inder Periode, und der Umstand, ehe er vergessen war, meinem Vater eine üble Uevushätte machen können).

^.o. 1773 den Sommer machte ich eine Reise nach Mainz, Mannheim undSraßburg durch das Reich, wo ich in Mainz und Mannheim viel zu sehen Gelegen-heit fand. Ein Onkel von mir, Karl Christian Frhr. v. Eberstein war kurpsälz.Obristhofmeister, ma.it.ra äs plaisir und auch Obrister bei der Garde in pfälzischenDiensten, hatte den nachmaligen Pfalzgrafen v. Zweybrück auf Reisen geführt.Seine Frau war eine v. Dalberg. Eine unglückliche Jntrigue — über die man zuder Zeit gern schwieg, hatte den Kurfürsten Karl Theodor so böse gemacht, daß erihn als gestörten Gemüths traktirtc, und er war in einein Kloster eingesperrt von1768 an bis 1795, wo er endlich sein unglückliches Leben endete. Ich ließ mich beiHofe vorstellen und insistirte darauf, meinen Onkel persönlich zu sprechen, um wegenFamilien-Angelegenheiten ihn zu sprechen. Nach vieler Mühe erhielt ich Erlaubnis,ihn zu sprechen in Gegenwart des Priors des Klosters und seiner Frau. Allein ergerieth in eine Art von Exaltation, schimpfte auf seine Feinde — und sein Schicksalblieb dasselbe — denn leider starb der Kurfürst Karl Theodor später als er —daß er also seine Freiheit nie erhielt — und seiner Frau Gemahlin war freilich wenigan seiner Freiheit gelegen. — Nun ging ich ein Jahr . . . Die Fortsetzungist verloren gegangen, weist wenigstens nicht, in wessen Hunden stchdieselbe befindet.

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Als mein Großvater Wilhelm Frhr. v. Eberstein gen. v. Büring im Juli 1772mit seinem Führer, dem Eanckiclalo .Iuris Na.rt.iui, die Universität Leipzig bezog,gab ihm sein Vater, der oft erwähnte Johann Karl Friedrich Frhr. v. E., den Gedenk-zettel mit, über welchen sich Karl Gutzkow in einem Briefe an mich <1. ct. Kesselstadtbei Hanau, den 14. April 1868 folgendermaßen äußert: „Die Geschichte Ihres Hausesund Stammes habe ich zuerst schnell durchflogen, um möglicherweise noch etwas fürden Abschluß meines Buches .Hohenschwangau^ zu Verwendendes zu finden. Beidieser Gelegenheit stieß ich auf viel Interessantes. Die väterliche Paränese ist eincharakteristisches Seitenstück zu Dolonlns' Abschied von seinem Sohn Lüertesim Hamlet und zu einem weltklug weisen, schönen Briefe, den ein GrafiErbach an seinen Sohn bei dessen Eintritt in die Welt des 16. Jahr-hunderts richtete: Simon theilt ihn mit in seiner Geschichte der Dynastenund Grafen von Erbach. Ihre neueste Schrift (die Fehde) wird mich zu einem ein-gehenden Studium beschäftigen. Wie interessant müßte eine Spezialgeschichte der,Rosenberger sein —!" Hierüber findet sich nun in Gutzkow, vom Baum derErkenntnis (2. Aufl. 1869) S. 141 ff. Folgendes:

Wenn Shakespeare's Polonius seinem nach Paris reisenden Sohn LaerteSeine Reihe beherzigenswerther Lebensregeln mit auf den Weg giebt, so möchte manglauben, er hätte folgende Unterweisung des Grafen Eberhard von Erbach anseinen Sohn Georg aus dem sechzehnten Jahrhundert vor Augen gehabt: