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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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eine Schachtel mit Polychresten-Pillen, die versilbert sind, und da der auf seine Spracheund durch Deuten frug, was das wäre, so wies ihm durch Zeichen der Hauptmann,daß es etwas in den Mund zu nehmen sei. Da schmeckte er eine und machte einhämisches Gesicht und spuckte, daß wir bei aller Gefahr lachen mußten. Doch nahmensie uns nichts, nur dem Kretschmar nahmen sie alle seine Münze, die er hatte, dochwar solches nicht über etliche polnische fl. Indessen war Lärm geworden, der das Zu-sammenlaufen der Dorfeinwohner mit Stangen und Prügeln veranlaßt hatte, und sieretirirten sich, nachdem der Hauptmann ihnen 8 Dukaten verehret hatte, und sagten,sie hätten geglaubt, Russen zu überfallen. Nach der Zeit sagte man, es wäre Gesindelvon der sich bildenden EonlaÄkratüon gewesen, welches um so glaublicher, da einpreußischer Vs8«rwnr, der Deutsch sprach und bei Iwssavv-Husaren gewesen, darunterwar, der den Anführer machte, da die Heydamacken, ein damals bekanntes Räuber-gesindel, uns nicht so wohlfeilen Kaufs davon gelassen haben würden.

Nach meiner Rückkunft Ende September in Tilsit setzte ich meine Lehrstundenfort. Mein Rektor in Tilsit, der UuAistsr Lelrustsrns, ein übrigens gelehrter, aberäußerst pedantischer Mann, dessen Lieblingsbeschäftigung und Studium die Poesie undPhilosophie war, dem ich übrigens viel zu danken habe, hatte inmittelst sich zum 2tenMale verheirathct, lebte mit diesem perversen Geschöpfe von einer Frau in stetein Zanke,der oft in thätige Schlägereien ausartete. Und da ich ihm hierbei oft eine schützendeHülfe gegen sein wüthendes Weib war, so gab das verschiedene komische Auftritte, inwelchen ich den Schiedsrichter machen mußte. Ende dieses Jahres that ich beim Exer-zieren einen Sturz mit dem Pferde, dabei ich, vom Sattel gedrückt, eine Rippe aufder linken Seite zerbrach. Und dieser Unfall, der nach der Heilung eine Art vonEngbrüstigkeit zurück ließ, gab Veranlassung, daß mein Vater mich meiner stets krän-kelnden Gesundheitsumstände halber endlich die militärische (lari'iöi'k aufgeben undmeinen Abschied geben ließ. Diesen Gegenstand muß ich des Einflusses halber aufmein Schicksal und meine Lebensweise etwas deutlicher erörtern. Oben habe ich er-wähnt, daß, als ich zur Welt geboren, ein sogenanntes Mal ans der rechten Seite amHalse, bestehend in einem kleinen Löchlein, in der Haut auf der Gutturale mitgebracht.Als ich darauf im Winter des Jahres 1766 bis zu 1767 die Blattern bekam, soließen diese eine Brustheiserkeit zurück, da ich in dem kalten Winter des dortigenKlimas in Lithauen in der kalten Stube auch während der Blattern schlafen mußte,dann mein Vater war wirklich harter Mann, hatte den Grundsatz einer harten Er-ziehung bis dahin ausgedehnt. Ohnerachtet ich der harten Erziehung während meinerJugendjahre wirklich meine jetzige weniger schwächlichen Gesundheitsumstände danke; sowar hiebei doch in physischer Rücksicht sowohl, wie in moralischen Folgen oft ein starkerExzeß, wobei ich im allgemeinen anmerke, daß ich auch nicht die geringste kindischeoder später meinein Alter angemessene Zerstreuung vergönnt erhielt, nie in Gesellschaftvon jungen Leuten meines Alters sein durfte. Meine Lebensweise war früh um 7 Uhrauf die Reitbahn, um 9 Uhr in die Lehrstunde, nur 11 Uhr auf die Uaiols, um12 Uhr zu Tische bei meinem Vater, wo allezeit ein Tisch von 12 Personen war,und dieses, da ich den Kellermeister machen mußte, setzte mich dann auch in nichtwenige, oft mit Verantwortlichkeit verbundene Verdrießlichkeiten. Um 2 Uhr ging eswieder in Lehrstunden bis 5 Uhr, von 5 bis 6 und 7 war stets ein Konzert, darinich die Violine oder den Baß spielte, wodurch in der Musik ich es zu nicht gemeinerFertigkeit brachte. Und zu meinen etwanigen Ausarbeitungen blieb mir bloß die späteNachtstunde nach dein Lonpük von Vy lU Uhr bis 12 oder 1 Uhr nachts. So warder regulaire Gang meines jugendlichen Lebens. Waren nun Bälle und Besuch oderdergleichen, so vennehrte das die steten Zerstreuungen, die mir, da deshalb nichts imGange der Übungen nachgelassen ward, eine drückende Last statt Vergnügen zu geben,wurden.

In der Exerzierzeit, wo das Regiment um 8 Uhr ausrückte und oft vor h/z3 Uhrnicht in die Stadt wieder einrückte, so mußte ich bei meinem wirklich schwächlichenKörper nach der gehabten Ermüdung und Erhitzung sowohl meine Lehrstunden abwarten,