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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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v. Eüerstein erzählt werden, welcher während dieser Zeit Kommandeur des Regiments gewesennnd dessen schon vorhin erwähnt worden. Die Art und Weise, wie derselbe seine Untergebenenbehandelt, soll selbst in jener Seit, welche neben vielen großen nnd guten auch starke Schatten-seiten hatte, siir äußerst strenge gegolten haben, nnd er soll hierin nur von dem General Rain inund noch einem andern iibertrosfen worden sein.

„von der Strenge dieses Kommandeurs, der als Gberst im Winterquartiere zu Topp anim Jahre ;778 gestorben, haben sich noch Sagen erhalten; solgende sind von glaubwürdigenMännern, die unter ihm gedient haben, erzählt: Wenn er auf Parade gekommen und einenTresseuhut, so wie ihn die Kavallerie bis zum Juni ;?62 getragen, aufgesetzt gehabt, so ist solchesein Zeichen von seiner übelsten Laune gewesen, und ein jeder, vom Ersten bis zum Letzten, hatdann gefürchtet, daß das Unwetter über ihn hereinbrechen werde. Alle sannen dann nach, ob sievielleicht in etwas gefehlt haben könnten, musterten schnell ihren Anzug, ob dieser auch ganz nachder Vorschrift sei, und faßte prüfend nach dein Zopf. Diese Rackenzierde mußte bis auf die hiuternRockknöpfe herab hängen, und Wehe demjenigen, bei dem sie zu kurz, zu lang, oder um eine Liniezu dick oder zu dünn befunden wurde. Regungslos, wie eine Mauer, stand die Wachtparadenuterm Gewehr; gegenüber standen die Unteroffiziere in einer Linie mit angezogenen Degen undStock, und in der Mitte des Platzes die Bffiziere mit abgezogenen kjüten. Eberstein schritthindurch, mit dem Pute in der pand und wünschte: .Guten Morgen!' Seine Falkenblicke spähctenaber umher, ob er einen Fehler gewahre. Bemerkte er den allergeringsten bei einem Unteroffizieroder Gemeinen, so wurden Klinge und Stock sogleich in Bewegung gesetzt; fand er Tadel aneinem Bffizier, so erhielt derselbe nicht allein einen verweis in den härtesten Ausdrücken, sondernkam auch auf die Pauptwache in Arrest, und keine Woche verging, in welcher nicht wenigstensEiner darin sich befunden rc. rr. rc."

Wohl ist es erklärlich, daß im Verlaufe der langen Reihe von Friedensjahren,welche nun für die preußische Armee eintraten, in den Wachstuben während der langenWinterabende die alten Kapitulanten den jüngeren Kameraden und Rekruten die Helden-thaten und Abenteuer aus den Kriegen des „alten Fritz" erzählten und innner wiedererzählten und solche mit innerer Erwärmung und Begeisterung vortrugen, wobei einjeder Erzähler ein schöpferischer Münchhausen wurde. Als die Zahl der Kombattantennach und nach zusammengeschmolzen war, und schließlich die Mittheilungcn aus denSchlesischen und dem 7 jährigen Kriege nur noch von Hörensagen weiterverbreitet werdenkonnten, gewannen die Erzählungen derjenigen älteren Leute an Interesse, welche wennnun auch nicht mehr Selbsterlebtes aus dem Kriege schildern, aber doch Berichte mit-theilen konnten von Helden des 7 jährigen Krieges, die sie selbst noch gekannt hatten.Wenn nun der Oberst v. Eberstein nach dem 7 jähr. Kriege noch 15 h /z Jahr Kommandeurdes Regiments blieb, so lange, wie Keiner vor ihm und Keiner nach ihm: so darf eseben auch nicht Wunder nehmen, wenn gerade er in den in jenen Kreisen vonGeneration zu Generation weiter verbreiteten Erzählungen mit dem Regiments-Kommandeur x«/ zusammenwuchs und all diese Mittheilungen, um sie interessant

zu machen, an seine Person angeknüpft wurden. Seine fleißige und tüchtige Arbeithätte daher Rittmeister v. Tyßka durch derartige disparate und aus so trüber Quellestammende Einschaltungen nicht verunzieren sollen. Behufs sachlicher Prüfung derangeführten Angaben braucht man z. B. über den an Strenge den Obersten v. Eber-stein übertreffenden Generallieutenant und Gouverneur von Berlin Friedrich Ehrenreichv. Ramin, Ritter des Schwarzen Adlerordens, nur Band I. S. 503 der „Beiträgezur Geschichte des Brandenburgisch-Preußischen Staates und Heeres" v. I. Mebesnachzusehen, woselbst es heißt: „Er hatte durch sein vorzügliches Benehmen sich diehohe Gnade Friedrich's II. erworben, der ihm öfter Beweise davon gab. Ebensobesaß er die Liebe und allgemeine Achtung der Bewohner von Berlin, wo er 1782den 2. Dez. starb."

Wenn die weitere Andeutung in dem Satze: „nur von dem General Rnminund ,noch einem andern' etwa auf den König selbst gehen soll: so hat dasallerdings seine Berechtigung. Aber Friedrich der Große wußte, was er zu leistenhatte, um die große Aufgabe, die seinem Geiste vorschwebte, zu lösen; so eisern wie