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und ihren Sinnbildern ab und folget nun dein, der ihn rein gemacht, danket undverherrlicht Gott und lasset sich nunmehro dessen Gnadengeist leiten und führen,welcher, wann wir treu bleiben, uns göttliche Kräfte einflößet, darin dann dieWeisheit Gottes ausgehet, gleich auch die schönen Gottesdienste in unserem Herzenund Gemüthe. Ehe aber diese göttliche Frucht zur Reife kommt und das erst-gcschaffene Bild in uns völlig hergcstellet und von des Satans höllischem Zusatzganz gerciniget wird, gehöret Zeit, viele Übung, Geduld, Streit, Prüfung undLäuterung dazu; daher derjenige, welcher in diesem Heuer noch ungeübt ist, vorerstnichts als lauter Knvollkommenhcit und Schwachheit an sich sieht, woranffich aberunsere Vernunft weder stoßen noch ärgern muß, sonsten macht man das Abel nurärger; man muß das Rad der seelischen Geburt aus der Natur in Thristo führenkönnen, daß es mit dem göttlichen Licht angezündet werde, wo das Böse dann inGutes verwandelt wird und alle finstere Gestalten nun im Lichte brennen und inder Lichtwelt leuchten, wo die Sinnen mit göttlichem Verstände bestrahlet werden,daß man alles himmlisch deuten kann. Da dann der Spruch Röm. 3. V. 23offenbar wird, nämlich: Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alleDinge zum Besten dienen, oder mitwirken müssen, die nach dem Vorsatzberufen sind. — Es werden Dir einige der vorher oben geführten Ausdrücke undRedensarten, vornehmlich anfangs, paradox vorkommen, denke ihnen aber nach, essind göttliche Wahrheiten, die Gottes Gnade ans Licht gestellt, das Heuer ist darinentdeckt, wovon der Heiland sagt law. s2. V. Hß: Ich bin gekommen ein Heueranzuzünden, was wollte ich lieber, es brennte schon! —
Um Dir, lieber Hreund, die Tiefe im Inwendigen noch mehr zu zeigen, so bitteich Dich, besonders wann Du von Hofe oder aus einer andern Gesellschaft kommstund Dich noch etwa ins Gebet wendest, welches, wie Du es in Deiner Kindheit ge-lehret bist, knieend geschehen soll, so gieb Achtung: je ernstlicher Du beten und inGott eindringen willst, je mehr werden Deine Sinne und Gedanken auswärts treibenund von Gott ab in diese Welt und deren Wesen, d. i. nun fleischlich gesinnt sein,ist eine Heindschaft gegen Gott! und dies sind die beiden Willen im Wenschen, eingöttlicher, inwendiger Wille und ein natürlicher, eigner Wille; welchem Du nun ge-fällst, dessen Knecht bist Du Römer 6. V. sk. Hallst Du aber dein ersten Willenzu und bleibst standhaft darin aus allen Kräften hangen, so wirst Du bald er-fahren, wes der Streiter Thristi Werk ist und der Spruch s. B. Wos. 2. V. so.wird Dir klar aufgedecket werden, wie der Schlangentreter Jesus Thristus derSchlange Kops in Dir zertreten und beständig den Streit gegen selbige führen wird,bis sie völlig zermalmet ist. Dann wirst Du auch überzeugt werden, daß kein schuld-loses Herz vor Gott existiret, und wirst mit Danlo sagen: sich elender Wlensch, werwird mich erlösen vom Leibe dieses Todes/ Du wirst auch alsdann nichtviel mehr antzer Dir suchen dörfen; wann das Reich Gottes, wie im VaterUnser stehet und wir beten: Dein Reich zu uns komme! in Dir anhebet, dannin Dir alle Geheimnisse verborgen liegen, Gott, Himmelreich und Hölle :c.,und wann Du dieses Buch in Dir fleißig studiren wirst, wird das Lesen theolo-gischer Schriften und Vernünfteln balde wegfallen, dann der innere Lehrer wirdDir zurufen Wath. s s. V. 27. 23. 2ß. 2V. Gott gebe Dir hierzu viele Gnadeund Segen in Thristo ckksu. Amen!
Dein aufrichtiges Bekenntnis, daß Du die ausrichtigste Ehrfurcht gegen Gottund den Heiland ckssmn hegest und daß Du überzeugt bist, daß Du durch ckssnm,es seie, wann es wolle, zu Deinen Zwecken kommen werdest, RK. sollte es auch erstl.jenseit des Grabes sein, daß er Dich der Vereinigung mit Ihm würdiget I wovordoch Gott bewahren wolle! Dann hier ist die rechte Zeit, dort wird es sehr schwerwerden, wann die Seele nackend ist, den Prozeß Thristi durchzugehen :: ferner daßDu Ihn aufrichtig suchest und das feste Vertrauen in Ihn setzest, daß Er Dichnicht so tief fallen lassen wird, daß Du auf dem Wege zu Ihm abweichest; dieseshat mich herzlich gefreuet und das Lob Gottes in mir erweckt, daher ich Dir auch