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das thue ich nicht, und was ich nicht will, das thue ich, ich elender Mensch' w. undferner: ,In nur, das ist in meinem Fleische, wohnet nichts Gutes'; ich kannmich solchergestalt gar nicht schuldlos ausgeben und Gott bewahre mich für solchemStolze, den der Eigendünkel und Iochmuth zedieret: wer wollte ein Herz aberhaben, was boshaft ist? Dies habe ich nie von Dir in Gedanken gehabt, unddarum habe Gott ofte gebeten, daß Er Dir ein reines Herz gebe und Dich in seineheilige Teil- und Führung nehmen wolle. Menschenzucht kann wohl einen gesittetenHeiden machen, aber kein Aind Gottes und wahren Nachfolger Ehristi; dochhiervon ist die Rede noch nicht, und es gehöret auch mehr hierzu, welches sich Gottvorbehalten hat zu thun an denen, welche wie der verlorene Sohn Aue. undwie das Eananäische Weib Math. zu Ihm kommen, das ist in Gestalt großerDcmuth, welches die Quintessenz der Liebe ist, eine Gleichheit Gottes. — Nunkomme ich auf die Ausschüttung Deines Herzens, wonächst Du schreibest: Feit etwamehr als einem Jahre habe ich in einem gewissen Fache der menschlichen Acnnt-nisse einige schnelle Schritte gethan — sSie verstehen mich) — ich habe nicht damitgespielt, wie man in Deutschland bis H7K6 damit wirklich gespielt hat, dann washilft das Sprechen von Gutem und Moralität :c.' wie soll ich dies verstehen?in was für einem Fach Du solche schnelle Schritte gethan in der menschlichenAenntnis? Die strenge Beobachtung unserer kleinsten schlichten und eine ungefärbteFrömmigkeit sind schöne Tugenden, hierzu gehöret eine genaue Aenntnis unsererkleinsten und großen Pflichten gegen Gott und alle Nebenmenschen, und diesengüvöMSnt, ausüben wollen, ist eine ungefärbte Frömmigkeit, wodurch man in ab-gedachter Gestalt das wahre und essentielle Gute erreichen kann. RR. wann manes recht Ernst sein lässet, dann gewiß swie Du sagst) auf diesem Wege nebenbeierschreckliche Abwege und Abgründe befindlich sind. Glücklich bist Du also, wannDu Gott fleißig bittest, daß Er Dich von diesen Abwegen abziehen und Dich denweg Gottes, welcher in Ehristo gebahnt aber sehr verborgen ist, führen und inDir eröffnen wolle. Ein gewisser Autor sagt: , Ist Dein Ernst groß, so ist derselbein Deinem wiedergebärer noch viel größer!' Aein Mensch in der Welt aber kannsich rühmen, daß Er selbst gut ist, und, in dein genauesten Verstände, Unschuld desHerzens besitzt, wir mangeln alle des Ruhms, und wer sich selbst recht studirtund auf seine inneren Triebe Acht hat, wird gar bald finden, daß er zwei willenin sich hat, der eine treibet und lüstert nach Gott und seiner Gerechtigkeit, d. i. zumwahren Guten, der andere hingegen treibet immer von Gott ab, in die Dinge, sodas Fleisch kitzeln; hierauf deutet Paulus Röm. 6 u. s6.
Dies wären so meine Gedanken, welche Du von mir verlangest, ob ich aberdas Rechte getroffen, weiß nicht, denn diese Deine Worte, welche hierauf folgen:,Ich muß aber dabei sagen, ich rede nicht von der Schale, sondern von demAerne der Sache: vielleicht verstehen Sie mich, dann wenn Sie gleich nicht dieseSache, um durchzudringen, betrieben haben: so weiß ich doch, daß Sie das Selbe,wenngleich aus einem anderen Wege suchen', machen mich zweifelhaft. Hieraufaber dienet, daß ich nur Einen weg zum wahren Guten kenne und weiß, dieserist Jesus Ehrist selbst, der da auch selbst sagt: Niemand kommt zum Vater, es seidenn durch mich! Ioh. s4 V. 6 :c., man sehe wieder tüs-p. s0 nach. Ich zweifleum so mehr, daß ich Gbiges und Deine Meinung verstanden, weil solches mitder Erkundigung nach Ftg-relesnI eine Verbindung haben soll, und ob an dessenRechtschaffenheit man ihm in der Welt einen Vorwurf mache. Es kommt darausan, was man unter dem wort Rechtschaffenheit eigentlich verstehet, dann die Recht-schaffenheit gegen Gott und seinen Heiland, gegen seinen Nächsten und sich selbsthat einen großen Amsang und will viel sagen; ich will selbige Herrn Starck nichtabsprechen, denn ich kenne ihn nicht und auf Hörensagen kann man nicht allemal
5) Den Konsistorialrath Ltareles habe ich nie gekannt; man spricht verschiedentlich von seinenSchriften; er hat seine Dimission genommen und ist nach Kurland gegangen, wo er recht wohl placirtsein soll; vielleicht hat er was Neues, und die Welt will ja immer Neues haben.