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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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so elend zubringen, als ich selbige seit der unglücklichen Annahme von Lei-nungen zugebracht habe. Dieses kann mir kein Mensch verdenken. Was dieLeinungschen Herren betrifft, so muß man denken, daß es immer gut ist, Guteszu thun, ohne Belohnung zu hoffen. Gin gut Werk gethan zu haben sich bewußtsein, ist allzeit Belohnung genug. Deinen Taufschein schicke Dir hierbei :c. Vonhier ist Dir nichts vkinnreublks zu melden, als daß der Gbristlieut. von Kru-obtseine ckimission genommen und der Oapik. v. Volitrid? dessen lüs^nuckron erhaltenhat. Grsterer hat dein Postmeister sein Haus abgekauft und wird wohl seineübrige Lebenszeit darin zubringen. Gr grüßt Dich vielmalen, wie auch Lkntcköv-beim. Der Herr dsnerul ist auf seinen: Gute Osslben, wo er in: ckwlij die kalvlilsgehabt, daß das Wetter eingeschlagen und seine Wirthschaftsgebäude bis auf einsvom Auer verzehret worden, folglich ist er in: Bauen begriffen. Vogel war, alsich von der rsvnö kam, bei einen: Landedelmann bei Friedland snZ'u-Kiret, sollaber auch schon da weg sein. Gr wird sich nirgends eonssvviren. Mit Äarlchenist es noch so, daß die Wunden allesamt bis aus eine zu sind; er hat aber dennochSchmerzen, wann er die Beine sitzend krumm hat, welches er nicht lange aushaltenkann. Gr ist indessen weit besser, als da Du noch hier wärest. Ich kann nochnicht sagen, daß er viel prolltiret, unterdessen giebt sich Hr. Nurt-mi (der nachmeines Großvaters Abgang von der Universität wieder nach Tilsit zurückgekehrt war)viele Blühe und Fleiß mit ihme. Deine liebe Mutter und Geschwistere grüßenDich herzlich :e. Gs weiß hier niemand von Dänen Umständen (nämlich davon,daß Wilhelm beabsichtigte, in kursächs. Staatsdienste zu treten^). Ich sage, Dutreibest meine Familien- und Urivak-Angelegenheiten in Dresden, worin ich dieWahrheit sage, und ich bitte auch recht fleißig daran zu sein, daß die Sachen zuGnde kommen, soviel es die Umstände leiden wollen Lebe wohl! Gott erhalteDich ferner! ich bleibe ohnverändert Dein treuer Vater Elmstein.

7. De?. 1777^'). „Nun will ich mich in etwas über eine andereMaterie, deren Du erwähnest'^), mit Dir etwas besprechen, soweit es geschehen kann.Du willst gerne in Absicht Deines Herzens und Deiner Grundsätze schuldlos inineinen Augen sein und defendirest Dich über und wegen der vergangenen Dinge, auchsogar über solche, welche in Deiner Jugend vorgegangen. Alles dies ist die Zeitunnütz verschwendet und Feder und Tinte unnütz verbraucht und zeuget von einen: innen:Stolze, wann man sich innner so sehr verantworten und nichts aus sich kommen lassen will.Ich will hierdurch, daß ich dies schreibe, keine Gelegenheit zu weiteren Streitschriftenzwischen uns geben und Dir offenherzig bekennen, daß, ob mich gleich die BarmherzigkeitGottes von Jugend an ergriffen und ihr Feuer und Herd in nur errichtet und unterhaltendergestalt, daß ich so lange gesucht habe, bis ich Gott in mir gefunden und Grseine Liebe, welche Jesus selbst ist, in mir offenbart hat, so daß mich besonders seit2H und mehr Iahren herzlich darnach gelüstert hat und ich darum in den Streitgegen alle böse Affekten und gegen die listige Anläufe meiner innere Feinde (Davidklagte: Herr! Wie sind meiner Feinde so viel!) willig eingetreten bin und darinnoch durch göttlicher Gnaden Beistand feststehe, — ich dennoch gegen Gott undineinen Nächsten gar ofte strauchele und mit länlo sagen muß: ,Was ich will,

V Aus einem am 14. Mai 4795 dem Kurfürsten Friedrich August III. überreichtenSchreiben meines Großvaters (kursächs. Hof- und Justitienraths zu Dresden) ist u. a. ersichtlich, daßin einem Keyscr-Tesmarschcn Eune::r8e nom. der Ebcrstcin'schcn Erben von dem k. Hofgcrichtczu Königsberg liquidirt worden, in solchem Gelder zur Auszahlung gekommen und daß dieostpreustische Regierung zu Königsberg Ende 4783 gegen den Hofrath v. Ebcrstein denGmigrutisus- und Konstskatiunsprozest angedroht, weil sich derselbe in Kr. Kurfürst!.Durch!» Diensten befunden und man geglaubt, er sei prcuß. Vasall, daß aber mittelst End-i). ck ä.Berlin 19. .Inn. 1784 die Regierung zu Königsberg angewiesen worden, ihm die zur Distributiongekommenen Gelder, sowie sein übriges dortiges Vermögen abschoßfrci verabfolgen zu lassen.

-55) ^5. Theil dieses Briefes ist abgedruckt in m. „Histor. Nachr." S 243.

555) Wilhelm hatte seinem Vater in sichtlich verlegener Weise und darum in geschraubten Wortenseinen Eintritt in de» Freimaurerorden gemeldet.