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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
Seite
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wenig ich dazu hergeben kann; diesem aber ohngeachtet kannst du versichert seyn,daß so lange du dich als ein gehorsamer, folgsamer, tugendhaft, rechtschafnerMensch nach meinem Willen v. Absicht gemäß betragen wirst, ich niemahlenineine bsand von dir abziehen, sondern alles an dich wenden werde was ineineeigene Umstände und die schlicht gegen meine übrigen Ainder mir erlauben. ImGegentheil aber, welches Gott gnadigl. von mir und dir abwenden wolle, kannstdu auch versichert seyn, daß ich überzeugt bin, einem wiedersinnigen ungerathenenSohn auch nicht das allergeringste geben zu dürfen, sondern ihn sich, als seinemEigenen Macher lediglich überlassen zu müssen. Ich gebe dir demnach folgendetreu väterliche Vermahnung, und bitte dich herzlich solches stets zu beherzigen, undihnen Folge zu leisten: so wird der Seegen Gottes über dich wachen und deineWohlfahrt gebauet werden. Ich gebe dir einen Postmeister mit weil du noch un-erfahren in der Welt bist, und ich es nicht verantworten könnte dich deinem eigenenGutdünken zu überlassen. Ich weiß daß du dieses vor ganz überflüssig ansiehest,und in deinen Gedanken, diesen, mich und viele kluge Menschen weit überstehest,den Grund woher es kommet weiß ich auch, ich will dir aber hier keine Vorwürfeinachen, sondern dir nur sagen, du irrest in der Wahrheit! Ersticke diese Quellesonst wird sie dich über kurz oder über lang mit Strömen des Unglücks übergießen,und du wirst dich mit der Zeit erschrecklich von dir betrogen sehen. Giesen Manngebe ich dir mit, an meiner Stelle, considerire ihn als deinen Vater, er soll dichführen als einer der die Welt schon etwas kennt, er soll dir beystehen in allenVorkommenheiten, er soll dich aus der Reise in Gesellschaften v. in denen Eollegiisbegleiten, er soll beständig um dich seyn mit dir discouriren, über Wissenschaften,über Sitten und Tugenden, über die schlichten gegen Gott und gegen die Menschen,er soll dich die Arten der Menschen kennen lernen, v. wie man sich in der Allge-meinheit und ins besondere gegen jede Art dieser Menschen zu verhalten habe, Ersoll deine Nothdurft in allein besorgen, alle Ausgaben führen, eine gehörigeRechnung abstatten, er soll dein Freund seyn, der dich zum guten führet, und vonallein Aebel abhält. Aurz wann ihr beyderseits meine Absichten welche ich hier-unter habe, erfüllet: so wird dir unzählich viel gutes, erwachsen; ich bitte dich daheroals wie ein Freund, und befehle dir als Vater, ehre ihn aus daß er dich wiederehre, folge ihm, auf daß er mit Freuden seine Pflichten erfülle, liebe ihn aus daßer dich wieder liebe, und dir treulich mit Rath und That bcystehe, sey nicht störrisch,auffahrend, oder wohl gar grob gegen ihn und denke nicht, daß du einen Mannvor dir hast der dir untergeben, und welcher deine Freundschaft zu suchen nöthighat, sondern bedenke in allen daß du ihm untergeben bist, daß du seine Freund-schaft suchen v. zu erhalten nöthig v. ihm in allen Stücken folgen sollst; giebst duihn? rechtliche Ursache dich zu verlassen so verlasse ich dich gewis; auch. Gottbewahre uns beyde davor, du würdest so dann an mir einen harten Vater haben,welcher dich nimmermehr für seinen Sohn erkennen wird. Solltest du indessenrechtliche Uhrsache dereinst wieder alles Vermuthen haben, mit seiner Führung oderin andren Vorsallenheiten unzufrieden zu seyn, so stehet dir frey dich bey mir dar-über zu beschweren, bis dahin aber daß ich der Sache durch ein oder die andreArt remittiret, will ich daß du Geduld habest und versichert bist daß ich nicht zu-geben werde was dir schädlich v. meinen Absichten zuwicderläuft. pütte dich für