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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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beständigste und ausdrücklich rmnmeiiret, die Festhaltung au Gerichts Hand angelobetund uin obrigkeitliche Oonürmukion nachgesuchet haben; Als ist, da sich kein Bedenkendabei geäußert, Amts und Obrigkeits wegen sothane Donatio intsr vivos auf- undangenommen, in gnantum juris, auch hiesigem Amte und Männiglich ohne Schadenund Nachthcil, in Kraft dieses oonüriniret, gegenwärtige Urkunde darüber dein Amts-Handelsbuche in oopia vickimata inkariret und unter Amts Hand und Siegel also aus-gefertiget worden. Datum Groß-Leinungen, am 29. ckunij 1781.

(D. 8.) Freiherr!. Ebersteinisches Amt daselbst

XnAnstiii Dolzeuip Diiockrielr llkuclloll, Amtmann.

Nr. 537. Uriefe des I-reiljerrn Johann Karl Ariedrich von Oberstem an seinen

Sohn Wilhelm.

Tilsit, 8. Inli 17VÄ. Rlein Sohn! Da es nun endlich durch Gottesgnädigen Beystand dahin gekommen, daß ich dich in die Fremde, und zwar vorerstunter Aufsicht eines rechtschaffenen Hoffmeisters, welcher dir an meiner Stelle mitRath und That beystehcn soll, aus die Universitaet schicke: so habe ich für gutund dir nützlich geachtet dir nachfolgendes zu deiner Achtung als einen Gedenk-Zettel, welchen ofte nachzulesen, ich dich väterlich und inständigst bitte, mitzugeben.

Ruine väterl. Sorge in Ansehung deiner ist von deiner Gebührt an dahingegangen, wann es Gott gefällig, dich in dieser Pilgerschast oder in diesem Welt-Laus, zu einem männlichen Alter aufwachsen zu lassen, ich dich, soviel in meinenUrlisten stehet, dahin bringen möchte, daß du dereinst ein tugendhafter rechtschafnerRIann seyst, welcher nicht allein eine richtige Erkäntniß von denen Pflichten gegenGott, sondern auch gegen seinen Nächsten und alle Runschen haben, und kurz zusagen ein guter Ehrist v. brauchbarer Welt-Bürger werden möchtest, als wovondeine zeitliche und ewige Wohlfahrt allein abhänget.

Zu diesem mir vorgesetzten Endzweck zu gelangen habe ich Gott, der michbis jetzt mit vieler Gnade auf eine, ich kann mit Wahrheit sagen, ganz wunder-bahre Art erhalten, angeslehet, um seinen allein mächtigen Beystand. Zu deinerguten Erziehung habe ich nie etwas gespaaret, ich habe dich selbst nach meinerwenigen Fähigkeit unterrichtet, zu allem Guten. Ich habe dir die uöthige Insor-matores gehalten, welche dich in denen nöthigen Wissenschaften unterrichten können,und habe dir die nöthigen Bücher woraus diese v. du dich selbst zu unterrichtengeglaubt augeschaffet, und hoffe dich dadurch so weit gebracht zu haben daß wenndu nun noch einige Zahre die Universitaet frequentirest, du so viel Wissenschaftenbesitzen kannst, daß du dich ehrlich und redlich deinem Stande und deiner Gebührtgemäß, durch diese Welt forthelfen können wirst. Reichthum und große Ruttelhabe ich nicht, darauf kannst und darfst du dich keinen Staat machen, doch habeich es durch Gottes Gnade und einer wohlgeordneten Wirthschast in meinem sauren,schweren Dienst soweit gebracht, daß wenn mir Gott dasjenige erhält, so ich habe,ich wenigstens auf meinen dereinstigen Stcrbe-Vrt, versichert seyn kann, daß, wannmeine Ainder Gott fürchten und wohl und recht thun, nicht wohllüstig v. nichtdem Welt-Lauf gemäß nach Hoffarth und Pracht streben, sondern das wenige zurathe halten werden und sich gnügen lassen, an dem was Gott giebt, und gegeben,sie nicht vor andrer Leute Thüre Brod suchen dürfen. Da du nun weißt, wiewenig ich habe so wirst du auch vernünftiglich einsehen wie saur es mir wirddich noch einige Zeit aus Rniversitwt v. in der Fremde zu unterhalten, und wie

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