der Richtung auf Troppau vorgegangen, was den Gen. v. Werner veranlastte, nachNeustadt zu marschiren. Er brach am 19.Juli von Patschkau auf und nahm einLager zuerst am 23. bei Neustadt, am 27. aber bei Jägerndorf.
Am 28. Juli verjagten 600 Husaren und 600 Dragoner, zu denen das TilsiterReg. 300 unter Major v. Frankenberg stellte, die feindlichen Vorposten bei Braunsdorf.
Am 3. Aug. rückte das Corps in der Richtung auf Troppau der feindl. Stellungnäher und nahm ein Lager bei Kreutzendorf an der Oppa.
Nach dem Verluste des Postens bei Braunsdorf hatten die Osterr. ein starkesDetachement in eine sehr feste Stellung auf den Höhen zwischen Erkersdorf undGlomnitz vorgeschoben. Es schien unmöglich, diese Stellung zu überrumpeln; dem-ungeachtet beschlost Gen. v. Werner einen Versuch zu machen, und bestimmte dazu den11. Aug. Gleich nach Mitternacht sammelten sich die zu der Aktion bestimmten Truppen:Husaren-Rcg. Werner, Eberstein'sche und Finkenstein'sche Dragoner, sowie 3 Bat. Inf.auf dem linken Flügel des Lagers zwischen Kreutzcndorf und Neplachowitz. Es waretwa 8 Uhr morgens, als die Tete der Kolonne unmittelbar an dem Fuste der Höhenstand, auf denen sich das feindliche Lager befand. Sobald die Kolonne der preust.Truppen aufgeschlossen war, wurden eine Eskadron v. Finkenstein und eine EskadronTilsiter Dragoner unter Major v. Frankenberg detachirt, um sich links zwischen Leiters-dorf und Madetzka gegen die von Troppau nach Heydepiltsch führende Kaiserstraste zudirigiren und alles aufzuhalten, was von hier aus etwa gegen die linke Flanke derAngriffskolonne vorgehen könnte. Gleich darauf kommandirte Gen. v. Werner „Marsch!"und in vollem Galopp ging die gesammte Kavallerie über die Anhöhe, welche sie bis-her dem Auge des Feindes entzogen hatte, mustte jedoch ihr Vorgehen einstellen, dader Feind Zeit gewonnen hatte, sich in Linie zu formiren, und sie mit einem mörderischkonzentrirten Artillerie- und Klein-Gewehrfcuer empfing.
„Die Leib-Eskadron des v. Apenburg'schen Rgts. unter Führung des Kom-mandeurs, Obersten v. Eberstein, fand die Möglichkeit, in ein Thal hinabzu-kommen, von dein aus man die Höhe mit Leichtigkeit ersteigen konnte, die drei anderenEskadrons folgten ihr auf dem Fitste, formirten sich, auf der Höhe angelangt, schnellund setzten von Neuem zum Angriff an. Die hier befindlichen österr. Flankeurs feuertennoch einmal auf die im Trabe anrückenden preust. Dragoner und eilten dann ingestrecktem Galopp zu ihren weiter rückwärts aufmarschirten Regimentern, die ebenfallskehrt schwenkten und eiligst davontrabten" (Kähler a. a. O. S. 199).
Auch die den Werner'schen Husaren gegenüberstehende feindliche Infanterie, welchesich durch die in lebhafter Gangart zur Attacke herankommenden Dragoner umgangensah, zog sich eiligst, ohne einen Sehnst zu thun, zurück und erschien nicht wieder aufdem Kämpftllatze. Hierdurch bekamen die Werner'schen Husaren Lust, sie gingen gegendie weiter rückwärts noch Stand haltende feindliche Infanterie vor, welche aber denAngriff nicht abwartete und kehrt machte.
Von dem Reg. v. Apenburg folgten die Leib-Eskadron und die des Capt.v. Üchtritz zunächst dem fliehenden Feinde. Die österreichischeKavallerie versuchte zwar nocheinige Male, sich zu setzen, da aber die Leib-Eskadron, die mittlerweile das Defilecbei Mladetzka überschritten hatte, und die Eskadr. v. Üchtritz stets geschlossen heran-kamen, gelang ihr dies nicht und wurde in der Richtung von Heydepiltsch bis überdie Höhen beim Hartauer Zollhause gejagt. Die beiden anderen Eskadrons v. Apen-burg waren gleich nachdem ersten Angriffe auf die feindliche Infanterie derselben raschgefolgt. So endete der UkevfaU des österr. Kagers der Gekersdorf,,, zu dessen Ge-lingen derOberst v. Eberstein nicht wenig beigetragen hat. Den Capt. v. Üchtritz beför-derte der König in Folge dieses glänzenden Gefechts unter dem 22. Aug. zum Major.
Am 14. Aug. verliest Gen. v. Werner das Corps und Gen.-Lt. JoachimFriedr. v. Alt-Stutterheim wurde sein Nachfolger, welcher am 16. eine Rekognos-zirung des feindlichen Lagers bei Heydepiltsch anordnete. In dem Gefechte, das sichbei dieser Gelegenheit entspann, verlor das Reg. v. Apenburg 2 Mann tot. Den18. schob das Corps sein Lager bis Troppau vor.