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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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heit in der Erholung befände, dann ich 4 Wochen sehr elend an einem hitzigen Fieber,worauf verschiedene andere sehr schmerzhafte Zufälle folgten, darnieder gelegen, so daßmich noch nicht völlig erholet habe, indem diese 4 Wochen weder schlafen noch essenkönnen."

Obwohl hiernach Karl's Gesundheit bergab zu gehen schien, und seit der bei derRevue ausgestandenen Hämorrhoidalkrankheit an seinem Aufkommen gezweifelt werdenmußte, hatte er sich dennoch wieder zu aller Freude erholt und ein gesundes Aussehenbekommen. Und so war es ihm möglich, mit der größten Pünktlichkeit seinem an-strengenden Dienste obzuliegen, ja bei Ausbruch des bayerischen Erbfolgekriegcs an derSpitze seines Regiments ins Feld zu ziehen. Wohl unter Bangen und großer Sorgesahen ihn die Seinen der ungewissen Zukunft und Gefahr entgegengehen. SeineTochter Charlotte schreibt am 24. Aug. 1778 an ihren Bruder: „Wir sind alle hiersehr bekümmert über meines Vaters Abwesenheit, die Gefahr, in welcher sein theuresLeben schwebt, macht uns unaufhörlich traurig, wir denken, sprechen und träumen fastvon nichts anderein." Nur zu gegründet waren die Befürchtungen: er kehrte nichtwieder!

Nach dem 30. Dez. 1777 erfolgten Tode des kinderlosen Kurfürsten MaximilianJoseph von Bayern wollte der Kaiser Joseph die Gelegenheit zur Vermehrung seinerHausinacht sich nicht entgehen lassen und schloß sofort am 3. Jan. 1778 einen Vertragmit dem Nachfolger, dem schwachen und, weil ohne rechtmäßige Kinder, für den Vor-theil seines Hauses gleichgültigen Kurfürsten Karl Theodor von der Pfalz, auf Ab-tretung Niederbayerns an Österreich. Rasch ließ der Kaiser das an ihn abgetreteneGebiet durch seine Truppen in Besitz nehmen. Der Nächstbetheiligte, welchem nachAbleben Karl Theodor's Bayern anfallen mußte, war der Herzog Karl von Zwei-brücken. Als derselbe gegen das zwischen dem Kurfürsten und Kaiser getroffene Ab-kommen Verwahrung einlegte und von Seite Sachsens und Mecklenburgs ein Gleichesgeschah, nahm sich der König Friedrich von Preußen der bedrohten Gerechtsamedes Herzogs von Zweibrücken an; er setzte seine Armee schleunigst auf den Kriegsfuß.Da aber diese Drohung den Kaiser von seinein Vorhaben nicht abbrachte, so brach er,unter förmlicher am 3. Juli erlassener Kriegserklärung, von Schlesien aus, wohin erschon an? 5. April gegangen war, an? 4. Aug. in Böhmen ein, wohin von der anderenSeite her der Prinz Heinrich mit dem vereinigten preuß.-sächs. Heere einrückte.

Der Oberst v. Eberstein hatte schon am 29. März mit dein Reg. von Tilsitabrücken und bei schlimmem Wetter und grundlosen Wegen in forcirten Märschen ohneRuhetag über Wehlau, Deutsch-Eilau seinen Lauf nach der Gegend von Graudenznehmen müssen. Am 11. April wurde die Weichsel überschritten. Die sämtlichen inPreußen stehenden Regimenter fanden sich nunmehr hier aus dem linken Ufer derWeichsel konzentrirt. Sie wurden behufs ihrer weiteren Verwendung auf den ver-schiedenen Kriegstheatern in drei Kolonnen getheilt. Die Kolonne, zu der das Reg.v. Apcnburg gehörte, brach am 18. April aus den Quartieren an der Weichsel auf,marschirte über Breslau nach Neiße, ging 4. Mai durch diese Stadt und bezog Kanto-nirungen. Die in dieser Gegend zusammengezogenen Truppen bildeten ein Reserve-corps für die Armee des Königs; das Tilsiter Drag.-Reg. trat zu einer Brigade mitdem Drag.-Reg. Graf v. Finkenstein zusammen, über welche Gen.-Maj. v. Apen-burg den Befehl erhielt.

Gleich nach der Kriegserklärung traten die Ebersteinischen und Finken-steinischen Dragoner nebst den Wcrnerschen Husaren und 2 Bat. des Gar-nison-Ngts. v. Ingersleben unter Befehl des General-Lieutenants v. Werner, dermit diesen Truppen in Schlesien zurückblicb, um die oberschlesische Grenze gegen einunter Gen. v. Ellrichshausen in Mähren stehendes österreich. Corps zu decken.

Das Tilsiter Reg. ivurde an? 5. Juli gegen die Grenze nach Dürr-Kamnitz vor-geschoben, ivoselbst der Norpostendienst seinen Anfang nah???. Den 17. Juli marschirtedas Corps nach Patsch kau, an? 18. wurde es durch 6 Bataillons und ein Kürassicr-Reg. verstärkt. Unterdessen war Gen. v. Ellrichshausen gegen die preuß. Grenze in

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