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Bis zum 15. Sept. blieb alles ruhig. Am 29. Sept. wurde das Corps ver-stärkt durch die Truppen des Gen.-Maj. v. Lossow und am 30. durch die des Generalsder Infanterie Erbprinzen von Brannschw.-Wolfenb., welcher den Oberbefehlüber das nunmehr ea. 21000 Mann starke Corps übernahm. Der Feind hatte sichaber ebenfalls Ende Sept. um 10 000 Mann verstärkt.
Am 1. Okt. lies; der Erbprinz das Corps eine ausgedehntere Aufstellung nehmen,bei welcher Gelegenheit das Reg. v. Apcnburg nebst dem Reg. v. Finkenstein inder Nähe des Städtchens Grätz Lager nahmen. Während dieser Vorgänge war derKönig mit seiner Armee aus Böhmen nach Schlesien zurückgegangen und beabsichtigte,den Kriegsschauplatz nach Mähren zu verlegen. Hin diese Bewegung vorzubereiten,erhielt der Erbprinz Befehl, sich mit seinein Corps der mährischen Grenze zu nähern.Infolge dieses Befehls wurde Gen.-Maj. v. Apenburg am 15. mit seinem Regi-ments, 100 Kürassieren, einem Gren.-Bat. und 6 Geschützen entsendet, um die Straßenach Mährisch-Ostrau und die dortigen Aufstellungen des Feindes zu rekognosziren.Spät am Abend traf das Detachement in der Nähe von Hu lisch in ein und blieb dieNacht über bei dem Dorfe Kosmütz unter freiem Himmel stehen. Den16. erhielt Gen.-Maj. v. Apenburg Befehl, umzukehren und sein Detachement inSteuberwitz auf dem linken Ufer der Oppa in Quartiere zu verlegen. Von Steuber-witz aus wurden durch die Tilsiter Dragoner die Orte Beneschau, Hultschin, Odcr-berg, Hostialkowitz, Darkowitz, Binkowitz und Ratibor abpatrouillirt. Zudieser Zeit war es, wo der Oberst v. Eberstein sich von seinem Regiments trennenund in dem nördlich von Ratibor gelegenen Polnisch-Neukirch zurückbleiben mußte, dadie KricgSstrapazen einen erneuten Zufall seines ihn schon seit Jahren peinigendenHämorrhoidalleidens herbeigeführt hatten. Schon an? 27. Oktober 1778 verschied erzu Polnisch-Neukirch, woselbst er auch beerdigt wurde und Ivo ihn? „seine BerlinerFreunde" einen Leichenstein setze?? ließen^). Er soll ganz plötzlich ohne vorhergegangene
A) Über scinc Grabschrift liegt mir folgender Brief an meinen Großvater vor:Nr. 529. pavlowizky d. 25. tzbr. ????.
Loch und Wohlgeborner Frey-Herr! Mein gnädiegster HErr HErr!
Ew. Hochfreyherrlichen Gnaden, Hohes abgelassenes Schreiben unterm 20. Sept. habe sehrspät erhalten, und da solches so langsam eingelaufen, und also nicht wußten wie Ew. Hochfrey-herrl. Gnaden dcriualieges resolutum ertheilt werden würde, so haben mir die Berlinischen Freundeaufgetragen, einen Interims Lcichenstein zu besorgen; und die GrabStätte Hochselbtcn Theurcstensei. HErrn Vater dauerhast zu bedecken: (:bis zu der Zeit da es Ew. Hochsreyherrl. Gnaden Be.belügst einen Andern in dessen stelle werden setzen lassen:), welches denn auch geschehen und schonin Arbeit ist, und nach dem Bericht dcß steininctz noch vor Weihnachten soll abgeholct werden,darzu mir den auch die Berlinischen Freunde Gelder Übermacht haben, und ist folgender masenbestellt worden nach angabc, s Fuß lang und z'/^ Fuß breit, ein Platter stein übers gantzc Grab,welcher aus Ziegeln gelegt wird aufs Grab, und haben diese Aufschrift darzu mitgesaudt als.Allhier ruhet in seinem Erlöser Jesu Christo sanft und selig der Koch und Mohl-geborne HErr, KGrr lob. darl Ibneilorieli peevlierr von kberstvin, Grlcherr der GntherLeinungen, Herl«, Rötha, Merungen und Jehoven. Königl. Prensxischrr Gbrister«nd Eonnnandenr eine» Regiments Dragoner. Gr trat in Königlichen Dienlt 1735.Endigte im Glauben, Liebe und Koffnung sein Leben zu Pohlnisch Reukirch denÄ7ten Ertobr. Anno 1778 de» Alters 60 Jahr. Gr ruhe im Frieden Jesu.
Da den also die Berlinischen Freunde sich angeregt gefunden auß wahrer Hochachtung undLiebe, Hochsclbten Theucrstcn sei. HErrn Vater dieses Wcrck der Liebe als daß letzte kenzcichender wahren Liebe da durch in den Tag zu Legen, so haben auch selbe des; Wahren zu Trauendaß Ew. Hochsrcyhcrrl. Gnaden ihnen dis Vergnügen zu keiner ungnade nehmen werden :e., undhabe die Gnade mit wahrer Hochachtung und Tiefster Devotion zu seinEw. Hochfreyherrl. Gnaden
als Meines gnädigsten Herrn Hrn.
Bereitwilligster Or.
G. K. Ra m i s ch.