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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
Entstehung
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Truppen, ohne verfolgt zu werden, durch den Hohlweg von Klingcnberg zurück,worüber ihm sowohl, wie auch dem Regimcnte Sc. Königl. Hoheit seinen Beifall zuerkennen gab; der Prinz ließ außerdem einem Wachtmeister, der sich sehr ausgezeichnet,aber die ihm angetragene Lieutenants-Stelle ausgeschlagen hatte, 100 Thlr. als einGnadengeschenk auszahlen.

In der Nacht auf den 30. Sept. verließ die Armee das bisherige Lager undbezog ein neues auf den Höhen bei Freiberg. Das Tilsitcr Drag.-Reg. bekamseine Stelle auf dem linken Flügel in dein ersten Treffen dicht an der Infanterie; dieMulde nebst der Schmelzbrücke war vor der Fronte und Loßnitz im Rücken. Nachdemder Feind schon am 14. Okt. die Feldwachen und Vorposten aber erfolglos beunruhigthatte, wiederholte er den Angriff am 15ten morgens 8 Uhr, ein starkes Corps stelltesich nrif den Hohen von Krumm-Hennersdorf, Falkenberg und Hilbersdorf auf, führteBatterien auf und beschoß sehr heftig den durch 3 Schwadronen von Major v. Eber-stein's Regiment gedeckten linken Flügel. Die 2 anderen Schwadronen des Regimentsdeckten die Jnfanterieposten an der Meißner-, Hammer-, Hals- und Schmelz-Brücke.Gegen letztere zog sich nachmittags eine Menge Tiroler Scharfschützen, Kroaten undGrenadiere durch die Gesträucher und zwischen den Schachthalden hindurch. Als derMajor v. Eberstein solches bemerkte, ging er mit 2 Schwadronen zwischen Tuttendorfund der Schmelzbrücke durch eine Furth über die Mulde, hieb auf die Kroaten ein,trieb sie zurück und machte 78 Gefangene. Der rechte Flügel bei Brand hatte nichtso glücklich gefochten, sodaß die Armee bei Einbruch der Nacht den Rückzug nach Reichen-bach und Klein-Voigtsberg antreten mußte, wobei das Ebersteinische Regimentabermals die Arrieregarde der Kolonne des linken Flügels bildete, bis nachts 1 Uhrzur Deckung des Abmarsches der Infanterie auf den Höhen stehen blieb, alsdann dieFeldwachen an sich zog und der Kolonne durch Loßnitz und Klein-Waltersdorf folgte.Während der Nacht war der Marsch ganz ruhig; gegen Sonnenaufgang aber wurdedas Regiment vor dem langen Defilee von Klein-Waltersdorf von Ulanen und sächs.Dragonern angegriffen. Es hatte kein anderes Soutien als 200 Mann von einemFreibataillon, die noch diesseits des Defilees waren, und 4 Kanonen, die jenseits des-selben auf einer Anhöhe standen und mit Bogenschüssen auf die Ulanen feuerten.Major Eberstein verlor jedoch in dieser mißlichen Lage die Geistesgegenwart nicht.Vor den Augen eines überlegenen Gegners „Kehrt" zu «rächen, rottemvcise abzu-schwenken, um durch das Defilee zu gehen, war gefährlich und hätte den letztenSchwadronen großen Verlust zuziehen können; statt also sein Heil in der Flucht zusuchen, griff er vielmehr selbst an, trieb die Ulanen zurück, und als die herankommendensächsischen Dragoner hierdurch zum Stutzen gebracht wurden, nahm er den Augenblickwahr, machte schnell Kehrt und ging im Trabe und in der größten Ordnung, ohneeinen Mann zu verlieren, durch das Defilee. Mehreren Dragonern wurden zwar diePferde unter dem Leibe erschossen, sie schloffen sich aber an das Freibataillon an undzogen sich mit diesem zurück. Der Major Eberstein erhielt den Verdienstorden.

Nachdem der Prinz Heinrich das Lager nach Marbach gelegt hatte, so aber,daß der rechte Flügel bis Etzdorf und der linke gegen Nossen und Augustberg reichte,kamen die Ebersteinischen, sowie die Plathen'schen Dragoner der eingetretenen rauhenWitterung wegen vom 24. bis zum 28. Okt. in Breitenbach und die Infanterie desAvanteorps in Siebenlehn in Kantonnementsquartiere. Am 28sten aber marschirte dasRegiment des Majors v. Eberstein über Seifersdors nach Braunsdorf zur Kolonnedes rechten von Seydlitz kommandirten Flügels und blieb die Nacht über in einemWalde/in welchem der Nähe des Feindes wegeil kein Feuer gemacht werden durfte.Der Prinz Heinrich rüstete sich zu einem Hauptaugriffe auf die bei Freiberg imLager stehende Reichsarmee lind das mit ihr verbundene österreichische Corps. Nachseiner Disposition sollte die linke Flanke des Feindes umgangen werden und der Haupt-angriff in der Gegend von Brand geschehen; die Fronte sollte durch Scheinangriffebeschäftigt werden. Die Armee brach früh morgens auf. General Kleist mit seinenHusaren und seiner Legion, 2 Freibataillonen und dem Dragoner-Regimcnte des