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Der Stifter der noch bluehenden Neuhaeuser Linie Christian Ludwig von Eberstein und seine Nachkommen
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sehenden Rekruten die in diesem Augenblick so nöthige Fassung zu verlieren anfingen.Dennoch aber gelang es, die Leute zusammen zu halten, die Ordnung wieder herzustellenund den Weg zu bahnen. Major v. Eberstein, der mit 5 Schwadr. der Dragonerbei der Infanterie geblieben war, ging nebst derselben, ungeachtet des feindlichenKanonenfcuers in größter Ordnung über die Ebene nach Stargard. Obgleich dierussische Kavallerie mehrmals zum Angriffe heransprengte, so wurde sie doch jedesmalmit vielem Verluste zurückgetrieben. Da das Corps des Prinzen v. Württemberg ansdie Anordnung des Königs sich nun gegen die Schweden wandte und zunächst durchdas Mecklenburgische marschirte, so war es erst am 10. Januar 17KÄ nach Zurück-gehen der Schweden in ihren Antheil von Pommern möglich, Winterquartiere beiRostock zu beziehen.

Aus diesen Winterquartieren brach am 24. April 1762 das Tilsiter Drag.-Reg.(dessen Chef Generalmajor v. Plettenberg fast immer um die Person Sr. Majestätdes Königs gewesen war und in dem vergangenen Jahre den erbetenen Abschied er-halten hatte) zusammen mit 2 Jnf.-Regimentern zur Armee des Prinzen Heinrich inSachsen auf, während der Prinz v. Württemberg selbst, da der Friede mit denSchweden den: Abschlüsse nahe war, nach Schlesien zun: Könige abzog, dem sogarspäter ein russisches Corps von 20 000 Mann zu Hülfe kam. Es hatte sich nämlichdie politische Lage durch den am 5. Januar 1762 eingetretenen Tod der KaiserinElisabeth sehr zu König Friedrich's Vortheil geändert, da ihr Nachfolger Peter III.schon lange die bisher herrschende auswärtige Politik mißbilligt hatte, sodaß der Könignun alle seine Truppen gegen die Österreicher und die Reichstruppen verwenden konnte.

Gleich den Tag nach seinein Eintreffen bei der Armee des Prinzen Heinrichmußte am 12. Mai das hier der Abtheilung des Generallieutenants v. Sepdlitz zuge-wiesene Tilsiter Drag.-Reg. thätig eingreifen. Der Prinz ging bei Döbeln überdie Mulde, griff die daselbst stehende österreichische Heeresabtheilung an und schlug sie;das Gefecht, in welchem der konnnandirende österreichische General nebst 40 Offizierenund 1500 Gemeinen gefangen wurde, wurde durch einen Angriff auf die „feindlichenVorposten morgens um 3 Uhr eröffnet und hatte den Erfolg, daß die Österreichervon den Neichstruppen getrennt wurden, sodaß der Prinz Freiberg besetzen und am16. bis Pretschendorf vorgehen konnte. Die Österreicher zogen sich in verschiedene Lagerzwischen Dresden und Dippoldiswalde zusammen, die Reichsarmee dagegen bis Chemnitzund weiter bis Zwickau. Das Tilsiter Drag.-Reg. rückte erst in das Lager desPrinzen, nachdem es unter Seydlitz bis Öderau vorgedrungen, bei Arensdorf feind-liche Reiterei angegriffen und dabei 500 Gefangene gemacht hatte.

Nach 14 Tagen wurde die Stellung des preußischen Corps von Frauensteinbis zum Tharander Walde ausgedehnt, an welchem neben dem Jnf.-Reg. Manteuffeldas Tilsiter Drag.-Reg. zu stehen kam; von hier aus gab es täglich 1 Offizier, 4Unteroff. und 50 Dragoner nach Grillenberg zum Abpatrouilliren des von Klein-Hainüber Hartha, Spechtshausen bis an den Landsberg angelegten Verhaues; außerdemgab das Regiment auf die rechte Flanke nach Burckersdorf 1 Offizier mit 30 Pferden.In dieser Stellung blieb das Regiment bis zum 25. Sept. Am 29. Sept. früh 6Uhr griff ein österreichisches Corps von den Höhen hinter Ruppendorf und Höchendorfden preußischen linken Flügel mit einer lebhaften Kanonade an; um 9 Uhr waren1200 ungarische Grenadiere und Kroaten durch Klingenberg hindurch gegangen undhatten sich der Verschanzung und des darin befindlichen Geschützes beinächtigt. ZweiSchwadronen der Tilsit er Dragoner aber kamen herangejagt, warfen 300 Ungarnund Kroaten hinaus, hieben eine Anzahl nieder und machten 500 zu Gefangenen.Nachmittags detachirte der Prinz Heinrich den Major v. Eberstein mit 4 Schwadr.und einem Freibat. zu einer Rekognoszirnng gegen Ruppendorf; derselbe vertrieb dieKroaten und Jäger aus dem Gehölz und von den Bergen und warf auch einige 100Husaren und sächsische Dragoner, die bei Kunersdorf standen, über den Haufen,schlug sie dann nochmals zurück und trieb sie bis auf ihr Lager. Nachdem die Stellungdes Feindes hierdurch erkannt war, zog sich der Major v. Eberstein mit seinen