1500 Mann Besatzung hatte. Dte Dragoner wurden von den Berlinern wie vomHimmel gesandte Erretter betrachtet. Der erste Angriff des Grafen Tottleben vonden Rixdorfer Rollbergen aus wurde abgeschlagen, und als er dann selbst von derStadt aus angegriffen wurde, zog er sich nach Köpenick zurück. Zwei Nächte undeinen Tag hatten nun die (in den Ställen der jetzigen (4arckö-cku-Eori>s-Kasernehinter der Akademie einquartirten) Dragoner Ruhe, bis an: 6. Okt. der russischeGeneral Czernitschew zum Vorschein kam. Diesem ging der vor dein LandsbergerThore aufgestellte Prinz v. Württemberg entgegen unter Kanonade und theilweisenGefechten an diesem und den folgenden Tagen. Nachdem Graf Tottleben wiedererschienen war und auch ein österreichisches Corps sich näherte, wurden vom 8. Okt.ab die Gefechte vor den Thoren lebhafter, wobei die Tilsiter Dragoner stark be-theiligt waren, sodas; auch der Verlust nicht unbedeutend war. Trotzdem nun auchdas Corps des Prinzen v. Württemberg durch den aus Sachsen eingetroffenen Generalv. Hülsen auf 14000 Mann verstärkt worden war, so wagten beide Generaleindessen keine Schlacht und zogen sich in der Nacht zum 9. Okt. nach Spandauzurück, Berlin seinem Schicksale überlassend. Nachdem die Österreicher und Russenin Berlin eingezogen waren, eilten sie schon nach drei Tagen auf die Schreckenspost,„der König sei im Anmarsch", wie beflügelt davon. Als der König so seine Haupt-stadt von? Feinde verlassen fand, beschloß er, sofort wieder zur Eroberung des nunganz in Feindes Händen befindlichen Sachsens aufzubrechen. Der König ging beiKosivig über die Elbe, und nachdem sich das Corps des Prinzen 26. Ökt. air-geschlossen hatte, schickte er zur gänzlichen Vertreibung der auf dem Rückzüge be-griffenen Reichsarmee den General v. Linden über Kemberg und Düben nach Leipzigmit 8 Bat., welchen die Dragoner-Regimenter Plettenberg und Normann, fernerdie grünen Husaren und das (1758 vom Oberstlieut. v. Verger angeworbene, zuHalberstadt errichtete, darauf 1759 an den vormaligen Marburger Professor, späterenholländischen FoAifikationsoffizier Earl dottlieb Clnielmrck genannt (jninlms leilinsübertragene) Frei-Regimeut (Printns leilins zugetheilt war. Am 31. Okt. vor Leipzigangelangt, konnte General Linden, da der feindliche Kommandant bei starken? Nebelaus der Stadt entwich, am 2. Nov. wieder über Eilenburg zur königlichen Armeenach Torgau abmarschiren. In Eilenburg blieben die Tilsiter Dragoner mit3 Bat. Inf. zur Bedeckung der Kriegskasse zc. stehen und stießen erst den Tag nachder siegreichen am 3. Nov. gegen den Feldmarschall Daun gewonnenen Schlacht beiTorgau wieder zur Armee. Der errungene Sieg machte den König wieder, bis aufDresden, zum Herrn Sachsens. Das preußische Heer bezog Mitte Nov. Winter-quartiere; der König selbst nahm das seinige in Leipzig und ließ den Prinzen vonWürttemberg, um den erneuten Streifereien der Schweden und Kosacken zu be-gegnen, über Herzberg und Fürstenwalde nach Schwedt abmarschiren. DiesemCorps wurde das Tilsiter Dragoner-Reg. wieder zugetheilt. Von Schwedt ausging das Regiment am 20. Nov. über Ppritz und Stargard und stieß am 26. beiPlathe zum Co?q?s des Generals v. Werner, marschirte mit diese»? nach Köslin,stieß 11. Dez. wieder zu dem sich gegen die Schweden wendenden Corps des Prinzenv. Württemberg, rückte über Stettin und Dcmmin in den ersten Tagen des Januarins Mecklenburgische ein und bezog bei Rostock Winterquartiere, da die Schwedensich bis Greifswalde zurückgezogen hatten.
Schon an? 15. Januar 1761 verließen von dem Tilsiter Drag.-Reg. 2 Schwadronendie Winterquartiere und marschirten über Stettin nach Naugard, wo an? 16. Febr.die 3 anderen erst am 5ten aus Rostock ausgerückten Schwadronen liebst einen? Bataillonhinzustießen und dann zusammen mit den ersteren weiter zu dem bei Körlin stehendenCorps des Generals v. Werner marschirten. Sie kamen hier in feste Quartiere; gleich-zeitig wurde das Lager verschanzt, gegen welches dann an? 12. Juni die Russen unterTottleben von Neustettin her heranrückten und zunächst einen Angriff auf Bclgardunternahmen. Hierhin wurde zur Unterstützung der daselbst stehenden Truppen derMajor v. Eberstein mit 300 Dragonern und mehrerei? Bataillonen beordert; es